Jonny Hughes


Team Rolle: Direktor des Scottish Wildlife Trust
 
Jonny Hughes
Jonny Hughes
Jonny enjoying the Scottish mountains
Jonny enjoying the Scottish mountains
Wo liegt Ihre Expertise im Gebiet des Naturschutzes? Ich habe Feldökologie gelernt und ich freue mich, dass ich noch immer gelegentlich Vegetations- oder Invertebratstudien durchführe. Heutzutage liegt meine Expertise jedoch mehr im Ökosystem basierenden Naturschutz und in dessen positiver Anwendung für die Umwelt, Ökonomie und Lebensqualität der Bevölkerung. Ich habe ebenfalls für die Forstverwaltung England gearbeitet, als Berater in Bezug auf beheimatete und alte Waldgebiete; Waldgebiet Ökologie bleibt für mich von starkem Interesse. Andere Interessen beinhalten die Wiederherstellung von Torflandschaft Ökologie; durch meine Arbeit als stellvertretender Vorsitzender des IUCN Peatland Programme und Stadtökologie, wofür ich eine lang anhaltende Leidenschaft habe.

In welche Schwerpunktthemen sind Sie momentan engagiert? Ich leite eine hoch motivierte Abteilung, die in mehrere zukunftsweisende Naturschutzprojekte involviert ist. Der Scottish Beaver Trial ist z. B. der erste Versuch ein ausgestorbenes Säugetier wieder in der UK anzusiedeln und es entwickelt sich gut. Ich bin außerdem für die 120 Naturschutzgebiete des Scottish Wildlife Trust verantwortlich, die von kleinen und dennoch äußerst wichtigen städtischen Reservaten bis hin zu großen Grundstücken im schottischen Hochland reichen. Meine Prioritäten für die nächsten Jahre beinhalten eine Kampagne für die Einführung eines ‘National Ecological Network’ in Schottland und die Ermutigung von Landeigentümern und örtlichen Gemeinden landschaftsübergreifend zusammen zu arbeiten und die Natur in der UK wiederherzustellen, über einen größeren Maßstab als je zuvor. Diese ‘lebendige Landschaft’ Vorgehensweise ist eine Vision, die von den 47 Wildlife Trusts in der UK angenommen wurde und der Schlüssel dazu ist, den kontinuierlichen Verlust von Biodiversität anzuhalten.

Was kann die Öffentlichkeit in der Natur tun, um deren Auswirkung auf die Arten von Lebensräumen zu minimieren, auf die Sie sich konzentrieren? Ich kann drei Dinge empfehlen. Erstens, die Störung während der Paarungszeit hat eventuell die größte Auswirkung auf das Wildleben, besonders auf Vögel. Daher ist es eine gute Idee während des Frühlings und Anfang des Sommers Hunde an der Leine zu führen. Zweitens würde ich empfehlen etwas zurück zugeben, durch freiwillige Arbeit für örtliche Naturschutz Organisationen. Es ist eine großartige Möglichkeit den beliebten Weg wieder herzustellen, der sich durch die tausende von Schuhen zertreten hat. Und letztendlich, wenn man in mehr abgelegenen Gebieten zeltet sollte man versuchen, keine Spuren zu hinterlassen. Nehmen Sie einen Beutel für den Abfall mit und die wichtige Schaufel für eine gute Grube, fern von Wasserläufen.

Wie und wann bekamen Sie in die EOCA involviert? Die EOCA sind Mitglied der World Conservation Union (IUCN) und ich gehöre gegenwärtig dem Geschäftsführenden Ausschuss der IUCN UK an. Des Weiteren kandidiere ich für die Global Counsil des World Conservation Congress im September 2012 in Korea. Die EOCA hat mich freundlicherweise für die Wahl nominiert und ich agiere als Glied zwischen der EOCA und der breiteren Naturschutzbewegung in Europa.

 
Was unternehmen Sie am liebsten in der freien Natur? Ich liebe einen Spaziergang durch die Hügel. Meine Freunde können jedoch als Nicht-Naturalisten frustrierend bezeugen, dass ich alle 100 Yards auf Hände und Knien gehe, um Moose und Lebermoose zu identifizieren. Also eine Kombination von Beobachtung und Aufzeichnung und generell das Wahrnehmen von Raum und Freiheit, das einem die Hügel bietet. Ich bin kein besessener Gipfelsammler; ich muss jedoch eingestehen, dass ich in den letzten paar Jahren meine Kreuzchen gemacht habe(ich bin auf halbem Wege, für diejenigen, die auf der gleichen Mission sind). Ich liebe auch einen guten Stadtspaziergang; genieße die Architektur, städtische formen und das Wildleben, das unsere Städte bewohnt (oder nicht).

Welcher natürlich belassene Ort gefällt Ihnen am besten? Die Idee von einem ‘natürlich belassenen’ Ort ist sehr individuell. Ein natürlich belassener Ort für einen städtischen Gipfelsammler könnte der Garten eines kleinen Bauern an der schottischen Westküste sein. Ein natürlich belassener Ort ist für mich ein Ort, wo die Natur zu einem bestimmten Maß im Gleichgewicht ist, größten Teils unberührt vom Einfluss von Menschen und relativ abgelegen von Siedlungen. Ich sage Maß größtenteils und relativ absichtlich, da es in der UK nur wenige wirklich ‘natürlich belassene’ Orte gibt - sogar die kleinen Hebrideninseln haben eine lange Geschichte von menschlichen Nutzen in Form von Weiden von Tieren.

Wenn ich einen Ort wählen müsste, würde ich den Gipfel von Ben Mor Coigach nennen, der spektakulärste unter den Scottish Wildlife Trust Reservaten, mit Blick über die Sommerinseln und die bizarr geformten Gebirge von Inverpolly.

Was ist Ihr perfekter Tag in der freien Natur: Eine lange Gebirgswanderung, entlang mehrerer Gipfel, im Sonnenschein (Winter oder Sommer), gefolgt von einem hohen Zeltlager, ein gutes Buch, gute Freunde und ein warmer Schlafsack. Ich habe vor 5 Jahren den GR20 entlang dem Rücken von Korsika bewandert und jeder Tag war perfekt. Ich kann es nur weiterempfehlen.

Der Wissenschaftliche Berater der EOCA, Jonny Hughes, wurde beim IUCN World Conservation Congress in Korea im September 2012 zum IUCN Regionalem Ratsmitglied für Westeuropa gewählt. Wir freuen uns darauf, sein Wissen und seine Erfahrung nutzen zu können und darauf, dass er uns innerhalb dieser Organisation repräsentiert.

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Elisabeth Mackner, EcoHimal