Kirgistan Bergprojekt

Der Verein für kulturellen Austausch und Entwicklung e.V. wurde im Jahre 1995 gegründet, um Projekte in Entwicklungsländern zu unterstützen. Ihre Mission war es, sich um den interkulturellen Austausch mit Menschen aus Entwicklungsländern zu sorgen und die Armut in enger Zusammenarbeit mit multinationalen Unternehmen zu bekämpfen.
 

Nominiert von...

Das Projekt

Die ersten Projekte der Organisation wurden in Jemen und Aserbaidschan durchgeführt und sollten die Gesundheitssysteme entwickeln.

Kirgistan ist eines der ärmsten postsowjetischen Länder, befindet sich in Zentralasien und grenzt an China, Tadschikistan, Kasachstan und Usbekistan. Die Kombination von niedrigen Preisen und der höhen Anzahl von Gipfeln zwischen 6000 und 7000 m.ü.M. hat dazu geführt, dass es für westliche Bergsteiger und Wanderer immer beliebter wird.

Das Projekt möchte in den Berggebieten ökologischen und nachhaltigen Tourismus fördern und zusätzlich die Wege, Unterkünftige und Basislager säubern, sanieren und verbessern. Der beliebteste Berggipfel ist Pik Lenin, mit mehr als zehn Reiseagenturen, die das Basislager ohne Rücksicht auf Abfall und Verschmutzung nutzen. Abfall, inklusive Hygieneabfall, wird lediglich in einen Spalt geworfen, wo es das fliessende Gewässer verschmutzt. Das Projekt möchte diese Anliegen mit einem gemeinsamen Netzwerk aufgreifen.
 

Update

Das Projekt hat ausgezeichnete Ergebnisse erzielt: Gespräche über den Umweltschutz im Gebiet werden mit vier lokalen Reiseveranstaltern sowie weiteren Personen und Organisationen, die dieses Gebiet benutzen, durchgeführt. Ein Verhaltenskodex für Abfallentsorgung wurde im Jahre 2008 erstellt, wobei alle Partien den Kodex unterschrieben haben. Zudem wurde eine Webseite, die als Kommunikationsplattform genutzt wird, zusätzlich erstellt.

Zwischen dem Anfang des Projektes im Juni 2009 und Juli/August des gleichen Jahres haben ansässige Freiwillige über 300 Säcke Abfall auf dem Berg in einer Höhe von bis zu 6100 m.ü.M. eingesammelt. Diese wurden dann vom Berg heruntergetragen und per Hubschrauber aus dem Gebiet befördert. Informationstafeln wurden erreichtet, um die Menschen in Sachen Abfallentsorgung und Umweltschutz zu sensibilisieren und zu beraten.

Reiseagenturen haben nun die Verantwortung übernommen, ihre Kunden über das Sortieren und das Entsorgen von Abfall in besonderen Containern auf dem Berg zu informieren, sowie über das regelmässige Leeren dieser Container. Dies wird durch die Erhebung eines Umweltbeitrags von 25 US-Dollar pro Besucher finanziert.

Um die Bergsteiger und Touristen weiter zu sensibilisieren, wurde das Projekt an der internationalen Tourismusbörse 2010 in Berlin präsentiert.
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Wir sind der EOCA für ihre Unterstützung enorm dankbar, ohne deren Hilfe wir dieses ehrgeizige Projekt nicht hätten verwirklichen können.
Hugo Tagholm, Surfers Against Sewage