Rettung des Brillenbärs, Ecuador

Die Mission des World Land Trust (WLT) ist der Schutz und das nachhaltige Management von natürlichen Ökosystemen in der Welt für die Erhaltung der Biodiversität. Der WLT ist auf gefährdete Lebensräume und vom Aussterben bedrohte Arten fokussiert und arbeitet mit örtlichen Naturschutzpartnern, die das gerettete Land beschützen und Leute engagieren, die in der Umgebung wohnen.
 
Spectacled Bear.  Image Nigel Simpson
Spectacled Bear. Image Nigel Simpson

Nominiert von...

Das Projekt

Der Brillenbär, der durch das Kinderbuch Paddington Bär verewigt wurde, ist in Südamerika heimisch. Im Gegensatz zur herzerwärmenden Geschichte von Paddington ist die wahre Geschichte des Brillenbären weniger glücklich. Sein Lebensraum in den tropischen Wäldern der Anden ist rapide durch Abholzung, Ausdehnung von Agrarwirtschaft und unkontrollierte Feuer am Verschwinden. In Ecuador gibt es mittlerweile weniger als 2000 Brillenbären und diese Tiere sind von Naturreservaten in den Gebirgen abhängig. Die Erhaltung dieser gefährdeten Art steht im Mittelpunkt eines Projektes im Yanacocha Reservat, 20 km von Quito, in dem das Paramó Hochland und Polylepiswälder einen idealen Lebensraum für die Bären bietet. Diese Wälder beschützen auch andere gefährdete Arten, wie den vom Aussterben bedrohten Blaubauch-Höschen Kolibri. Dieses Projekt, das von der Fundación Jocotoco entwickelt wurde, wird eine Brandschutz Strategie implementieren, um den Verlust von Lebensraum zu reduzieren, Kamerafallen für die Beobachtung von Bären benutzen und ein Schulungsprogramm erstellen, um die dringliche Not für den Schutz des Brillenbären hervorzuheben. Dieses Projekt wird:
- 10 Kamerafallen im Reservat installieren, um die Bewegungen von Brillenbären zu beobachten.
- Ein Brandschutzprogram entwickeln, um weitere Verringerung des Lebensraumes zu verhindern.
- Training für Brandschutz und Schadensminderung für Mitarbeiter und örtliche Freiwillige organisieren und Wassertanks im Reservat installieren.

 
Yanacocha Reserve.  Image Kathis Borgman
Yanacocha Reserve. Image Kathis Borgman

Update

- Die Kamerafallen wurden gekauft und drei Ranger wurden in Aufstellung und Gebrauch ausgebildet.
- Ein Feuer-Notfallplan ist in der Entwicklung. Die am meisten gefährdeten Gebiete im Reservat werden identifiziert, was die Handlungsfähigkeit der Organisation stärkt. Ein Frühwarnsystem und Ausbildung von Personal in sowohl Vorhersage, Kontrolle, Löschung und Schadensminderung als auch Arbeitskreise für Bewusstseinsförderung für örtliche Gemeinden werden unternommen.
- Wasserspeicher, die als Teil des Projekts ursprünglich installiert werden sollten, wurden nochmals überdacht und es wurde übereingestimmt, dass die Entwicklung eines effektiven Feuer Minderungsplans für Yanacocha und die Angliederung an das Fire Fighting Integrated System von Quito eine effektivere und sicherere Taktik für die Bekämpfung von Feuer ist. Die hierdurch freigesetzten Gelder werden für die Erstellung von Brandschutzstreifen und Beschaffung von angemessener Brandschutzausrüstung und –bekleidung eingesetzt.
- Das Interpretationszentrum wurde im June 2016 eröffnet und beinhaltet eine Fülle an Informationen über den Anden Bär und seinen Lebensraum.
- Die Entwicklung eines Wanderweges mit Führern um das Interpretationszentrum herum ist in Bearbeitung, sowie die Verfassung eines Bildungskits über den Bären für Kinder bei Schulbesuchen.
- Arbeiten außerhalb der Schulungsgebiete haben ebenfalls begonnen. Diese beinhalten die Pflanzung von Arten, die eine bevorzugte Nahrungsquelle für die Bären um das Zentrum herum und in den Paramo Gebieten des Reservats sind.

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Wenn Sie eine Person sind, die die freie Natur liebt und unsere Projekte unterstützen möchte klicken Sie bitte auf den nachstehenden Spenden Button.  Sämtliche Zuwendungen und Spenden,die wir dieses Jahr (2017) erhalten, fliessen im Rahmen unseres ‘2-Millionen-Bäume’ Projekts in  Wiederaufforstungsprojekte  in Nepal.
Wir sind der EOCA für ihre Unterstützung enorm dankbar, ohne deren Hilfe wir dieses ehrgeizige Projekt nicht hätten verwirklichen können.
Hugo Tagholm, Surfers Against Sewage