Schulerweiterungen und Schutz des Waldes

WPA setzt sich für das Überleben der verschiedenen Fasanen-Gattungen und der verwandten Vögel ein, die vom Aussterben bedroht sind. Dazu möchte die WPA die noch vorhandenen Populationen dieser Vögel und ihre natürlichen Lebensräume schützen. Ihr Leitsatz besagt, dass der Schlüssel zu längerfristigem Erfolg der Besitz von lokalem Boden ist.
 

Nominiert von...

Das Projekt

Pipar ist ein 42 Quadratkilometer grosser Rhododendron-Wald auf 3322 m.ü.M., auf dem Bergsporn der Machhapuchare Peak im Annapurna-Naturschutzgebiet. Dieser Wald beheimatet fünf von sechs der nepalesischen Himalaya-Fasanenarten. Seit 1983 arbeitet die WPA eng mit dem Dorf Karuwa zusammen, das sehr nahe am Naturschutzgebiet ist. Die WPA hat Lehrer und Unterrichtsmittel bezahlt sowie Unterrichtsräume ausgestattet - dafür versprechen die Dorfbewohner, den Wald nur so zu nutzen, wie sie es schon immer gemacht haben: Für ihre eigenen Bedürfnisse, und nicht für gewerbliche Zwecke. So benutzen sie das Naturschutzgebiet weder für das Jagen noch für das Sammeln von Medizinalpflanzen oder Pilzen. Zudem unterlassen sie das Jagen während der Brutzeit der Fasanen. Die Fasan-Population ist in dieser Zeit stabil geblieben, und das Projekt wurde bereits als Vorzeige-Projekt gelobt. Das Projekt sieht vor:
  • Die Schulgebäude in Bara Buri für einen Kindergarten zu erweitern, in Sukla Gandaki für Unterricht bis zum Universitätsniveau.
  • Die Biodiversität (Vögel und ihre Lebensräume) in Pipar und die umliegenden Wälder zu kontrollieren.
 

Update

Der Bau einer 10+2 Unterrichtsabteilung wurde vollbracht. Das heisst, dass Schüler, die sich weiterbilden möchten, im Gebiet bleiben können und nicht in die nächste Stadt ziehen müssen. Des Weiteren wurden mehr Geldmittel eingeworben, die der WPA erlauben, in den nächsten zwei Jahren die Mittel der EOCA auf zwei 10+2 Lehrer ausweiten zu können.

Ein Kindergarten-Klassenzimmer wird anfangs 2012 gebaut, und eine zuständige Lehrperson für ein Jahr finanziert.

Die neunte Erfassung der Fasanen wurde in und um Pipar durchgeführt. Im Mai 2011 wurden 18 Tage im Feld verbracht und fünf verschiedene Orte besucht, wovon zwei neu waren. Vogelstimmen von vielen verschiedenen Arten wurden dabei aufgezeichnet.

Besorgniserregend war, dass der Koklassfasan während dieser Erfassung zum ersten Mal nirgends registriert wurde. Umgekehrt waren der Satyrtragopan und das Hügelhuhn allgegenwärtig, letzterer war besonders in Pipar zahlreich vorhanden. Zusätzlich wurden Säugetiere nur selten gesichtet, aber das Team hat von einigen wichtige Sichtungen von Pfeifhasen, Himalaya-Tahren und Goralen sowie Huftieren-Kot berichtet. Zudem fand das Team Kot von Mardern, Hunden und Leoparden – und sichtete sogar frische Spuren eines Schwarzbären, lediglich 250 Meter weg vom Khumai Zeltplatz!
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Wir sind der EOCA für ihre Unterstützung enorm dankbar, ohne deren Hilfe wir dieses ehrgeizige Projekt nicht hätten verwirklichen können.
Hugo Tagholm, Surfers Against Sewage