€125’000 wurden internationalen Projekten gespendet

Erscheinungsdatum: 20/07/2007

Seit die EOG Association for Conservation ins Leben gerufen wurde, lag der Schwerpunkt stets darin, genug Geld zu sammeln, um die Förderung von möglichst vielen Naturschutzprojekten zu ermöglichen, die von internationaler Bedeutung sind. Bereits im ersten Jahr war es der Vereinigung möglich, fünf vielfältigen und spannenden Projekten 125'000 Euro zu spenden. Diese Projekte umfassen viele unterschiedliche Aspekte des Naturschutzes: vom Einfluss des Klimawandels in Europas Mont Blanc Massiv, dem Schutz der Artenvielfalt der Feuchtgebiete Irlands bis hin zur Sicherstellung einer nachhaltigen Tourismusform in Nepal.
 

„Als eine neue Initiative der Outdoor-Branche Europas sind wir begeistert von der stets positiven Resonanz. Auch der Betrag, den die Vereinigung in ihren ersten zwölf Monaten dank der grosszügigen Unterstützung seiner Mitglieder und der Outdoor-Branche sammeln konnte, ist beachtlich. Mit einem stetigen Wachstum der Mitgliedschaft und neuen Spendenaktionen hoffen wir, den verfügbaren Betrag für die Unterstützung von Naturschutzprojekten weiterhin wachsen zu sehen. Dazu brauchen wir Sie. Mit ihrem Beitritt zeigen Sie, dass die Outdoor-Branche vereint und entschlossen ist, die Natur für zukünftige Generationen zu schützen.“ Hervé Chabert, Präsident.

Die ersten fünf Projekte, die wir unterstützen:

proMontBlanc - Frankreich, Italien, Schweiz
proMontBlanc ist ein Dachverband mit dem Ziel, das Mont Blanc Massiv zu schützen. Es handelt sich dabei um eine multinationale Organisation Italiens, Frankreichs und der Schweiz. Dem Projekt wurden 25’000 Euro zugesprochen, um eine Indikatorenliste zu erstellen, Daten zu sammeln und Berichte zu veröffentlichen. Die gesammelten Werte sollen dazu beitragen, die ökologischen und nachhaltigen Indikatoren des Mont Blanc Massivs zu erfassen. Die 54 Messgeräte werden allmählich auf insgesamt 80 erweitert und erfassen Daten zum Zustand des Gletschers, der Artenvielfalt, der Wälder, der Skilifte, des Tourismus und des Fahrzeugverkehrs. Die Daten werden in Frankreich, Italien und der Schweiz erfasst und durch eine Datenbank verarbeitet. Ein internationales, wissenschaftliches Komitee wird anschliessend alle drei Jahre ihre Analysen veröffentlichen.

Wir baten proMontBlanc zu erläutern, was die Spende für ihre Organisation bedeutet. „proMontBlanc ist ein Verband, der alle italienischen, französischen und schweizerischen NGOs (von der Regierung unabhängige Organisationen) zusammenbringt, die sich dem Schutz des Mont Blanc verschrieben haben und eine nachhaltige Entwicklung der umliegenden Region fördern. Mit der Entscheidung der EOG Association for Conservation, uns zu unterstützen, wird unser Projekt „der Thermometer des Mont Blancs“ Realität. Das Projekt umfasst ein Gebiet von 15 Bezirken in drei verschiedenen Ländern“ erklärt Elio Riccerand.

IPCC (Irish Peatland Conservation Council) - Irland
Dem IPCC (Konzil für den Schutz von Torfmooren Irlands) wurde ein Zuschuss für die Erstellung eines Programms zum Schutze von Lullymore West Bogs gewährt. Das Gebiet ist nicht nur eine Brutstätte des vom Aussterben bedrohten Goldenen Scheckfalters, sondern auch eines der letzten mit einer Population dieser Spezies. Dieses Feuchtgebiet weist ausser dem Goldenen Scheckfalter eine grosse Artenvielfalt auf. Es wird als wertvolles Bildungszentrum zum Thema Torflandschaften genutzt. Das Projekt wurde mit knapp 21'000 Euro unterstützt, um das natürliche Entwässerungssystem wiederherzustellen und das Gebiet mittels Grenzen, geeigneten Pfaden, Toren und Beschilderungen für Besucher begehbar zu machen. Eine wissenschaftliche Analyse des Ökosystems wird das Projekt strukturieren und wird mit Hilfe freiwilliger Arbeiter umgesetzt. Vor allem der lehrreiche Aspekt für die Besucher und die Lokalbevölkerung spielt eine wichtige Rolle. Das Projekt will die Sicherung eines nachhaltigen Erbes garantieren; sowohl für die Wildtiere, als auch für wiederkehrende Besucher.

Travel for Others Onlus - Italien, Nepal
Das Projekt ‘Travel for Others Onlus‘ wurde ins Leben gerufen, um die Bildung, Gesundheit, Anstellungsbedingungen und die Umwelt im Thametal in Nepal zu fördern und verbessern. Dieses Tal befindet sich in der Nähe einer der grössten touristischen Routen. Wanderer ziehen immer zahlreicher durch dieses Tal. Der Druck und die Veränderung, die dies mit sich zieht, gefährdet dieses Gebiet zunehmend. Der Hauptzweck dieses Projekts ist die Umwandlung des Einflusses, der durch den Tourismus auf das Gebiet ausgeübt wird. Dies soll durch die Veränderung der Einstellung der besuchenden Touristen bewirkt werden. Um diesem Projekt zum Gelingen zu verhelfen, wurde ihnen eine finanzielle Beihilfe in Höhe von 27’000 Euro beigesteuert. Ein erster Schritt wird die Erstellung eines Bio-Tourismus Führers des Gebietes sein. Zweitens sollen Umweltaktivitäten mit einer lokalen Lehrperson getätigt werden. Drittens soll die lokale Bevölkerung vom Stamm der Sherpa dazu ausgebildet werden, Touristen durch die umliegenden Gebiete führen zu können. Dadurch könnte der Profit, der durch den Tourismus erzielt wird, direkt der lokale Bevölkerung zugute kommen, was sich von der Handhabung der Profitverteilung im Khumbutal positiv unterscheiden würde.

John Muir Trust - Schottland
Der John Muir Trust möchte Geld sammeln, um Landflächen, welche wertvolle Lebensräume sind und einen Erholungswert haben, erwerben zu können. Nach dem Erwerb sollen diese Länder zum Vorteil der dort lebenden Bewohnern und Tieren wie auch den Besuchern verwaltet werden. Der Berg Schiehallion in Schottland (GB) wird jährlich bis zu 20’000 Mal erklommen. Dies hat zu Erosionen auf dem Fusspfad zum Gipfel geführt. Wir unterstützen dieses Projekt mit fast 22’000 Euro. Dies soll die Sanierung mit lokal gewonnen Steinen ermöglichen. Freiwillige Helfer werden unter der Führung vom John Muir Trust und Bauarbeitern die Sanierung ausführen. Neue Info-Tafeln werden aufgestellt, welche die Besucher über die Umweltaspekte und die Arbeit des John Muir Trust aufklären. Das Resultat dieses Projekts soll zukünftige Erosionen auf dem Pfad verhindern und vollen Zugang für Spaziergänger und Bergsteiger ermöglichen.

„Der John Muir Trust ist höchst erfreut über die Spende, die wir dazu gebrauchen werden, um die Öffentlichkeit für den Naturschutz zu sensibilisieren. Auch werden wir Massnahmen zum Schutz der Natur ergreifen (dies soll vor Ort auf unserem Grundstück auf dem Berg Schiehallion im Highland Perthshire geschehen). Wir freuen uns auch, dass die EOG Association for Conservation unsere Bemühungen für den Naturschutz anerkennt. Wir freuen uns, dass dieser Verein, hauptsächlich aus Businessvertretern bestehend, etwas für die Natur tut, die ja das Kernstück ihrer Industrie ist“, kommentierte Andrew Campbell, Direktor des John Muir Trust, nachdem er von der Spendenzusage erfuhr.

Phenoclim Projekt - Frankreich
Im Herbst 2004 rief das Forschungszentrum für alpine Ökosysteme (The Research Center for Alpine Ecosystems, CREA) ein neues Forschungsprojekt namens ‘Phenoclim‘ ins Leben. Durch dieses Projekt werden Messungen des Wachstums von verschiedenen Pflanzenarten betrieben. Dies ermöglicht die Sammlung von Indikatoren des Klimawechsels in alpinen Regionen, und die Auswirkung des Klimawechsels auf die Pflanzenvegetation kann somit erörtert werden. In Höhen zwischen 250 bis 2150 m.ü.M. wurden 65 Messparzellen aufgestellt, die mit der Hilfe von 86 freiwilligen Helfern und professionellen Mitarbeitern sieben Mal pro Jahr überprüft werden. Über 1000 Besucher zählte die begleitende Info-Veranstaltung. Mit der Spende des Vereins von 30’000 Euro kann das Projekt vergrössert und mehr Daten können gesammelt werden (z.B. durch mehr Messparzellen und Satellitendaten). Zusätzlich sollen mehr Besucher in Gebiete eingeladen werden, die von Wanderern noch nicht so oft besucht werden. Zusätzlich soll durch das Projekt ein Umweltbildungsprogramm geschaffen werden, welche die Alpen und seine Bewohner thematisieren wird.

Die EOG Association for Conservation - Wir setzen uns für den Naturschutz für zukünftige Generationen ein.

 
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Wir freuen uns, dass die European Outdoor Conservation Association uns unterstützt hat. Die Zusammenarbeit mit dem Verein war sehr angenehm und ermöglichte es uns, noch mehr der dringend benötigten Ressourcen für lokale Projekte und Menschen aufzubringen.
Dr Matthias Hammer, Biosphere Expeditions