Spitzmaulnashorn Krise

Erscheinungsdatum: 22/06/2011

Die drastischen Rückgänge in den Spitzmaulnashornbeständen in der letzten Zeit, die auf die Wilderei zurückzuführen sind, bieten ernsthaften Grund zur Sorge.
 
The impressive Black Rhino
The impressive Black Rhino

Als ich noch ein junger Schüler im Wildreservat war, lehrte mich Mandla Mthembulu, ein legendärer Wildhüter des Ndumo Wildreservats an der Grenze von Südafrika und Mosambik, dass das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) zu den „Big Five“ gehöre - und nicht etwa das grössere Breitmaulnashorn. Die „Grosse Fünf“ war ein Ausdruck von Jägern und Entdeckern im 18. Jahrhundert für die gefährlichsten Wildtiere Afrikas: Dazu gehören der Löwe, der Leopard, der Elefant, der Büffel und das Spitzmaulnashorn. Meine persönlichen Erfahrungen mit Spitzmaulnashörnern bestätigten den Eindruck, dass sie zu den wildesten Tieren dieser Welt gehören. Spitzmaulnashörner stürmen direkt auf jeden potentiellen Widersacher zu, selbst auf solche in grossen Autos oder Lastwagen. Dieser Instinkt ist so ausgeprägt, dass Spitzmaulnashörner auf den Eisenbahnlinien, welche die Wildreservate durchqueren, manchmal sogar frontal auf herannahende Züge Sturm laufen.

 
The awful result of poaching
The awful result of poaching

Aber trotz ihrer unbändigen Wildheit hat der Bestand der Spitzhornnashörner während des letzten Jahrhunderts mit einer Abnahme von 96% zwischen 1970 und 1992 den dramatischsten Rückgang aller Nashornarten erfahren. 1970 lebten schätzungsweise 65‘000 Spitzmaulnashörner in Afrika, im Jahre 1993 jedoch verblieben nur noch etwa 2‘300 Tiere in freier Wildbahn.

Seit 1996 haben weitreichende Anti-Wildereimassnahmen und Umsiedlungsprojekte ermutigende Resultate erzielt. Die Bestände haben sich erholt, und steigen sehr langsam wieder an. Das Black Rhino Range Expansion Programme in Südafrika ermöglichte zudem die Ansiedlung dieser hochgefährdeten Art in neuen Naturschutzgebieten und in von der örtlichen Gemeinde getragenen Reservaten.

Nichtsdestotrotz werden die Bemühungen zur Erhaltung und Bestandessteigerung des Spitzmaulnashorns unaufhörlich durch die anhaltende Wilderei dieser Tiere sabotiert. Das Horn des Spitzmaulnashorns ist eine gesuchte Zutat traditioneller fernöstliche Medizin und gilt als Statussymbol in Asien. Mit dieser anhaltenden Bedrohung bleibt auch ihr Status als eines der „grossen fünf“ Wildtiere Afrikas bedroht, was Grund zur Sorge ist.

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Dr. Roelie Kloppers
Direktor | Wildlands Initiatives
WILDLANDS CONSERVATION TRUST

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