Vergessene Arten - Riesenotter

Erscheinungsdatum: 23/10/2012

Erst erscheint ein Kopf aus dem Wasser, dann noch einer…und noch einer!!
 
Riesenotter
Riesenotter

Er lebt in Familiengruppen und jagt die Piranhas im trüben Wasser der Regenwald Flüsse - der Riesenotter ist der längste aus der Familie Mustalidae. Nach Jahrzehnten von Wilderei ist er jetzt eine gefährdete Art.

Der Riesenotter (Pteronura brasiliensis) ist ein schönes Tier, das sich einem amphibien Lebensstil angepasst hat. Mit einem großen flachen Schwanz und mit Schwimmhäuten versehenen Füßen kann er sich mühelos unter Wasser der tropischen Ströme, Flüsse und toten Flußarme umherbewegen. Die Familienmitglieder kommunizieren mündlich mit einer breiten Vielfalt an Rufen. Diese Rufe wurden dokumentiert und signalisieren Alarm, drücken Agressivität aus und verleihen Rückversicherung innerhalb der Gruppe. Eine Gruppe dieser Tiere kann aus bis zu 20 Mitgliedern bestehen, für gewöhnlich jedoch zwischen drei bis acht. Sie machen alles zusammen; Schlafen, Spielen, Wandern und Fressen. Hauptsächlich ernähren sie sich von Fisch, aber auch von Krabben und anderen wirbellosen Tieren. Das bilden von Gruppen bietet Schutz vor anderen Raubtieren, wie dem Jaguar, Kaiman und Puma.

 
Einen Blick auf Dich werfen!
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Die wahre Gefahr für die Otter ist jedoch nicht eine natürliche. Menschen haben diese Tiere über einen langen Zeitraum gejagt, hauptsächlich für deren Fell. Im amazonischen Brasilien allein wurden in den 1960ern 3000 Fälle pro Jahr notiert. Der Bestand der Riesenotter wurde dezimiert und 1971 waren nur noch 12 übrig. Die Inkraftsetzung von CITES in 1973 reduzierte das Jagen und erlaubte dem Bestand zu wachsen. Dennoch ist die Situation kritisch. Der momentane Bestand wird auf 1000 – 5000 Tiere geschätzt. Die Zerstörung und der Abbau von Lebensräumen sind weitere Probleme, die die Otter beeinflussen. Man nimmt an, dass sie in den letzten Jahrzehnten einen Bereich von bis zu 80 % ihres Gebietes in Süd Amerika verloren haben.

Mit zunehmenden Wissen und Erkenntnis ist es möglich, dass diese Art noch eine Chance hat weiterhin auf unserem Planeten zu existieren. Photographers for Conservation glauben, dass ausdrucksstarke Bilder und visuelle Media wichtig sind, um Menschen mehr Verständnis über die Natur und den Planeten, auf dem wir leben, zu vermitteln.

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Ruth Kirk, Nurture Lakeland