Zubehör

Suchen Sie sich was aus – nachstehend ist eine Vielfalt an Informationen zu Wanderstöcken, Überlebenshilfen, Stirnlampen und Navigationshilfen.
 
Always have a survival kit with you, just in case
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WANDERSTÖCKE

Wanderstöcke finden Sie heutzutage überall - unabhängig davon, ob man sie nun mag oder nicht, sind viele Wanderer der Meinung, dass Wanderstöcke die Balance stützen und das Gehen erleichtern. Wir werden hier nicht auf die verschiedenen Techniken oder die beste Verwendungsart eingehen, sondern nur erläutern, worauf beim Kauf geachtet werden sollte.

Die Basics: Wanderstöcke basieren auf den klassischen Skistöcken. Häufig wird davon geschwärmt, wie viel Gewicht sie dem Wanderer abnehmen - darüber lässt sich streiten. Es gibt jedoch zwei Dinge, welche sie wirklich zu bewerkstelligen vermögen.

Auf der einen Seite verhelfen sie einem zu einem guten Rhythmus beim Gehen, auf der anderen Seite stützen sie den Benutzer bei schwerem Gepäck oder auf unebenem Boden.

Materialien: Die meisten Wanderstöcke bestehen aus einem Aluminiumrohr und werden aus zwei oder drei Teilen mit verstellbaren Schrauben oder Schiebenähten zusammengesetzt. Die Länge kann Ihrer Grösse und Reichweite angepasst werden. Aluminiumröhren funktionieren grundsätzlich prima. Kohlefaser ist zwar teurer, dafür auch leichter.

Am besten spürt man den Gewichtsunterschied, wenn man mit zwei verschieden schweren Stöcken einige Schritte geht und sie ein wenig herumschwingt. Der Unterschied zwischen leichteren und schwereren Stöcken wird dadurch sehr gut erkennbar.

Denken Sie auch darüber nach, wie gross die Stöcke in der Verpackung sind. Es ist einfacher, kompakte Stöcke im Gepäck zu verstauen oder aussen anzubinden.

Anti-Shock oder nicht: Viele professionellere Exemplare verfügen über eine Anti-Shock Federung. Einige Wanderer schwören darauf, andere nicht. Eine Feder wirkt sich auf jeden Fall auf den Preis, das Gewicht und die Komplexität aus. Es ist wirklich Ihre Entscheidung.

Griffe und Riemen: Die meisten Hersteller verwenden ergonomisch geformte Plastik-, Korken- oder Schaumstoffgriffe. Wichtig ist, dass Sie mit Ihrer Hand zuerst durch die (verstellbare) Schlaufe schlüpfen, damit die Last auf Ihren Handgelenken liegt und nicht direkt auf Ihren Händen. Achten Sie darauf, dass der Griff angenehm in der Hand liegt und nicht rutschig oder zu gross ist und die Schlaufe nicht einschneidet. Gepolsterte Griffe sind zu empfehlen. Benützen Sie die Riemen und nicht die Griffe, um das Körpergewicht zu stützen.

Verschlüsse: Die meisten Stöcke verwenden zusammenschraubbare Teile, welche bei herkömmlichem Gebrauch gut funktionieren. Achten Sie darauf, dass auch Ersatzteile verfügbar sind - günstige Modelle verwenden oft billige Plastikteile, die mit häufigem Gebrauch kaputt gehen.

Wofür Sie sich auch entscheiden, achten Sie unbedingt darauf, dass die Teile fest zusammengeschraubt werden können, damit sie auch unter hohen Belastungen nicht nachlassen - dies kann vor allem beim Abstieg passieren.

Stangen und Teller: Die meisten Stangen haben eine Spitze aus Hartmetall, welche für ausreichend Bodenhaftung und Abriebfestigkeit sorgt. Bei guten Modellen lässt sich die Spitze austauschen, also achten Sie darauf, dass Ersatzspitzen verfügbar sind. Einige Modelle verfügen auch über einen ersetzbaren Gummischutz, für weniger Lärm, bessere Bodenhaftung und weniger Beschädigung der Unterlage.

Ersetzbare Teller, wie sie auch bei Skistöcken zu finden sind, fallen oft ab und gehen verloren, bewahren jedoch vor zu tiefem Einsinken in weichen Unterlagen und Schnee. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass Ersatzexemplare verfügbar sind, auch wenn grundsätzlich auf Teller verzichtet werden kann.

ÜBERLEBENSHILFEN

Die Nummer Eins auf der Liste ist Ihr eigener Kopf. Viele Leute sterben jedes Jahr, weil sie die falschen Entscheidungen treffen - meistens, weil sie weiterlaufen, obwohl sie genügend Ausrüstung dabei hätten, um sitzen zu bleiben und auf Hilfe zu warten. Natürlich treffen unterkühlte und übermüdete Personen eher falsche Entscheidungen.

Grundlegend ist auf jeden Fall das richtige Equipment. Deshalb finden Sie hier einige Tipps, um sicherzustellen, dass Sie alles haben, was Sie brauchen.

Survival Bag: Sie sollten immer einen Survival Bag bei sich haben, vor allem im Winter. Es gibt zwei klassische Versionen: Rettungssäcke aus Polyethylen oder solche aus Silberfolie. Die vielseitigsten sind auf jeden Fall die hochbelastbaren, orangefarbenen Plastiksäcke aus Polyethylen.

Es gibt zahlreiche Nachweise dafür, dass die Säcke aus Silberfolie einfach nicht robust genug sind, um extreme Verhältnisse zu bewältigen. Einige zerfallen bereits, während sie noch eingepackt sind. Die Polyethylenfolie ist schwerer, jedoch auch resistenter. Wenn Sie einen Sack für zwei Personen haben, können Sie Körperwärme teilen. Denken Sie nicht einmal an Rettungsdecken - für maximalen Schutz benötigen Sie einen Sack, in den Sie hineinkriechen können. Eine einfache Decke wird Ihnen in den Bergen nicht den nötigen Schutz bieten.

Wenn Sie bereits über einen Gore-Tex oder einen ähnlich atmungsaktiven, wasserdichten Biwak verfügen, können Sie natürlich auch diesen benützen. Seien Sie sich immer bewusst, dass ein Sack für mehre Personen aufgrund der Möglichkeit, Körperwärme zu teilen, immer besser ist.

Schutzplane: Eine Stufe höher als Survival Bags sind Schutzplanen, welche aus denselben Stoffen bestehen, aus welchen Zelte gemacht werden. Sie sind in verschiedenen Grössen verfügbar, um alles von einer Einzelperson bis zu einer grösseren Gruppe abzudecken. Grundsätzlich wird die Plane einfach über die Gruppe geworfen. Diese setzt sich dann auf die Ränder des Stoffes, um diesen zu fixieren. Da diese Planen total wind- und wasserfest sind, sind sie überaus hilfreich, auch deshalb, weil sich eine Gruppe unter einer gemeinsamen Decke natürlich gegenseitig schnell aufwärmt. Sie sind, abgesehen von einem Überlebensschutz, auch ein extrem effektiver moralischer Booster, sowie eine komfortable Lösung für eine längere Essenspause in schwierigen Verhältnissen. Der einzige grosse Nachteil ist das Gewicht, doch bei einer grösseren Gruppe lohnt sich diese Einbusse auf jeden Fall.

Pfeifen: Das Problem mit dem Schreien ist, dass die menschliche Stimme nicht besonders laut ist und nach einer Weile versagt. Die Lösung heisst Pfeife. Nehmen Sie ein lautes Modell aus Plastik, welches nicht einfrieren und an ihren Lippen festkleben kann und verstauen sie es irgendwo, wo es einfach zu erreichen ist. Aufgrund der Gefriergefahr sind Trillerpfeifen weniger gut geeignet. Machen Sie die Pfeife an einer Schnur fest und binden Sie sie an Ihrer Jacke fest, damit sie nicht verloren geht. Bei vielen Herstellern gehört die Pfeife längst zur Standardausstattung einer guten Outdoor-Jacke.

Das internationale Zeichen, um eine Notsituation zu signalisieren, sind zweimal sechs Pfiffe mit einer kurzen Pause dazwischen. Geantwortet wird mit drei Pfiffen. In der Nacht können die Signale auch mittels Taschenlampe gesendet werden.

Stirnlampen: Die neusten LED Lampen sind extrem leicht und kompakt und verfügen über sehr langanhaltende Batterien, weshalb es ein absolutes Muss ist, ein solches Exemplar vor allem in den Wintermonaten stets zur Hand zu haben. Sie geben nicht nur genügend Licht, um bei Nacht zu wandern, sondern sind auch ideal, sollte man einmal Hilfe benötigen (mehr Informationen zu Stirnlampen finden Sie weiter unten).

Reiseapotheke: Natürlich können Sie sich Ihren eigenen Erste-Hilfe-Kasten zusammenstellen - am einfachsten ist es dann, wenn Sie einfach den Inhalt eines im Laden erhältlichen Kastens kopieren – aber es ist wohl für die meisten einfacher, einen speziell für den Gebrauch in den Bergen konzipierten Kasten zu kaufen. Es gibt diese in ganz verschiedenen Grössen bis hin zur Gruppenführer-Version.

Es besteht natürlich ein gewisses Limit an Dingen, die auf eine Tour mitgenommen werden können. Sie sollten jedoch zumindest Utensilien zum Reinigen und Desinfizieren schmutziger Wunden, Verbandszeug, sowie vielleicht noch etwas zur Behandlung von Blasen bei sich haben.

Zudem brauchen Sie das nötige Know-How, um mit diesen Utensilien korrekt umzugehen. Verschiedene Outdoor Training Centers bieten Erste-Hilfe-Kurse speziell für Notfälle in den Bergen an.

Zusatzliche Gegenstände...: Informieren Sie immer eine bekannte Person darüber, wo genau Sie hingehen und wann Sie voraussichtlich zurückkommen. Viele Gasthäuser und Hotels in Bergregionen verfügen über Marschroutekarten für genau solche Zwecke. Zudem ist es eine enorme moralische Unterstützung zu wissen, dass jemand weiss, wo Sie sich aufhalten und vermutlich bereits nach Ihnen sucht, falls Sie einmal in eine Notlage geraten. Vorausgesetzt natürlich, dass Sie sich an die vorgegebene Route gehalten haben...

Es herrschen immer noch gewisse Vorurteile gegenüber dem Gebrauch von Handys in den Bergen, und Sie müssen sich auch bewusst sein, dass Sie nicht überall Empfang haben werden. Jedoch kann das Tragen eines Handys im Notfall über Leben und Tod entscheiden. Ein GPS-Gerät oder eine Karte wird Sie dabei unterstützen, Ihre genaue Position anzugeben.

Natürlich sollten die Notfallnummern mit einer gewissen Zurückhaltung gewählt und ein Rettungsteam nur im Notfall bestellt werden. Versuchen Sie die Situation richtig einzuschätzen und entscheiden Sie dann, ob Sie auf Hilfe angewiesen sind.

Notfallnahrung: Sollten Sie einmal über Nacht irgendwo gestrandet sind, braucht Ihr Körper Nahrung - sowohl um am Laufen gehalten zu werden als auch um die Temperatur halten zu können. Je nach Geschmack sollten Sie vor allem zuckerhaltige Esswaren wie zum Beispiel Schokoladenriegel bei sich haben, welche eine effiziente Lösung sind, um zusätzliche Kalorien aufzunehmen. Wählen sie etwas, was Sie gerne mögen - dies steigert Ihre Moral. Aber naschen Sie nicht frühzeitig...

Ersatzkleidung: Das wichtigste Ersatzteil wenn es um Kleidung geht ist die Kopfbedeckung. Vor allem im Winter ist dies essenziell, da Sie sonst während eines Schneesturms sehr schnell unterkühlen können. Dasselbe gilt für die Handschuhe. Wenn Sie Ihre Sachen nicht mehr festhalten können, können sie auch nicht navigieren oder Ihren Rucksack öffnen. Und anders als viele Leute glauben, kann man sich auch in den Bergen Englands Erfrierungen zuziehen...

Falls die Nacht einbrechen sollte, sollte Isolationskleidung immer dabei sein. Daunen halten zwar sehr warm, jedoch darf nicht vergessen werden, dass Daunenfedern bei Feuchtigkeit ihre Aufgabe nicht mehr einwandfrei erfüllen. Fleece oder ein synthetischer Stoff sind deshalb wahrscheinlich die bessere Lösung. Zudem sollten Sie auf einer Unterlage wie zum Beispiel einer Schaumstoffmatte sitzen oder liegen, um nicht zu viel Wärme an den kalten Boden zu verlieren.

Zu guter Letzt sollten Sie, wenn Sie in einer grösseren Gruppe unterwegs sind, immer einen Schlafsack dabei haben, falls sich jemand unterkühlen sollte. Berücksichtigen Sie aber auch, dass Sie langsamer sind, je mehr Gepäck Sie bei sich haben und somit eher in schwierige Situationen geraten.

 
Navigation - nothing quite like a trusty map and compass
Navigation - nothing quite like a trusty map and compass

STIRNLAMPEN

Früher waren Stirnlampen sowohl schwierig zu bekommen als auch schwer und teuer zu unterhalten, unter anderem weil sie sich im Gepäck ständig selbst einschalteten. Zum Glück haben sich die Zeiten geändert und der Markt ist mit guten Optionen überflutet worden.

Wozu?: Der grösste Vorteil gegenüber der normalen Taschenlampe liegt wohl darin, dass man die Hände frei hat, um zu kochen, zu klettern oder einfach in einem Buch zu blättern. Und wenn man die Lampe richtig montiert, folgt das Licht genau Ihrem Blick, was die Anwendung sehr einfach macht.

Welches Modell das beste für Sie ist, kommt wohl auf den gewünschten Gebrauch an. Einige Wanderer und Backpacker benötigen lediglich ein schwaches Licht, um zu kochen, zu campen oder in der Nacht besser sichtbar zu sein.

Ein Höhenbergsteiger benötigt wahrscheinlich eine Lampe, welche ihm erlaubt, den richtigen Weg zu finden und bei Temperaturen unter dem Nullpunkt zu klettern, oder auch nur seinen Haferbrei zuzubereiten.

Es gibt Lampen, welche all diese Bedürfnisse abzudecken vermögen, jedoch können Sie viel Geld und Gewicht sparen, wenn Sie auf gewisse unnötige Extras wie zum Beispiel einen fokussierbaren Fernstrahl verzichten, wenn Sie diesen nicht brauchen.

LED Lampen: Die neue Generation von LED Lampen ist ideal für den generellen Gebrauch auf kurze Distanzen, zum Beispiel für das Camping und das Kochen. Die Lampen sind leicht, strahlen ein gleichmässiges und helles Licht aus und die Batterien halten sehr lange an (über 100 Stunden). Je mehr LED benützt wird, umso heller ist das Licht und umso kürzer ist jedoch die Laufzeit der Batterien. Einige Lampen verfügen über eine Auswahl an verschiedenen Einstellungen. Die simpleren Versionen sind meistens auch bezahlbar. Auch die Glühbirnen haben eine sehr lange Lebensspanne und sind meist aus sehr stabilem, nur schwer zu zerbrechendem Glas.

Der einzige Nachteil besteht darin, dass die Reichweite mit frischen Batterien nur ca. 5 Meter beträgt und verblasst, je älter die Batterie ist. Sie eignen sich deshalb nicht für die Navigation oder um eine Route zu finden.

Klassische Taschenlampe: Die Tage der konventionellen Taschenlampe sind wohl gezählt. Man kann sie zwar noch kaufen, doch werden sie mehr und mehr von den hybriden LED/Halogen-Lampen, sowie den neuen Super LEDs, welche beide vielseitiger sind, verdrängt.

Die konventionelle Taschenlampe verfügt zwar meist über eine Halogenbirne und einen ordentlichen Lichtstrahl, jedoch gibt die Batterie sehr viel schneller ihren Geist auf als bei der LED Version, vor allem wenn Sie eine Halogen- oder eine Xenonbirne anstatt eine Standardbirne verwenden. Mit einer Standardbirne beträgt die Reichweite ca. 35 Meter und die Lebenszeit der Batterie etwa 10.5 Stunden.

Dies genügt für den gelegentlichen Gebrauch, wenn sie ein helles, weitreichendes Licht benötigen, wird jedoch teuer, wenn sie lediglich kochen oder ein Buch im Zelt lesen möchten. Einer der Pluspunkte der klassischen Taschenlampe ist auf jeden Fall der Preis.

Hybridlampen: Hybride bieten eine gute Mischung zwischen energieeffizientem LED und weitreichendem Halogen. Dank dem LED können Sie kochen oder klettern, und für die Navigation oder um eine Abseilstelle zu finden, können Sie auf die Halogen-Option zurückgreifen.

Natürlich wird die Halogen-Option immer sehr viel Energie benötigen, aber für die meiste Zeit sollten sie sich auf die LED-Funktion verlassen können. Hybride sind sehr effektiv und die perfekte Lösung, wenn Sie eine Stirnlampe brauchen, die für alle Situationen, vom Campingplatz bis zur Bergspitze, gebraucht werden kann.

Sie sind zwar etwas teurer und auch etwas schwerer als eine der beiden Optionen für sich, dafür erhalten Sie zwei Taschenlampen auf einmal.

Hochleistungs-LEDs: Die ersten LED Lampen, die auf den Markt kamen, hatten nicht sehr viel Power und hatten auch noch keinen fokussierten, weitreichenden Lichtstrahl wie die Halogenbirne.

Dank der neuen Generation an leistungsstärkeren LEDs, welche alleine für sich oder in Kombination mit leistungsschwächeren LEDs verwendet werden können, hat sich dies geändert. Die Hochleistungs-LEDs produzieren ein weisses, weitreichendes Licht, ähnlich der Halogenlampe, jedoch mit länger anhaltender Batterie.

Die längere Batterielaufzeit macht die Hochleistungs-LEDs zu besseren Allroundern als die konventionelle Birne, welche auch für grössere Distanzen gebraucht werden kann. Aber wo ist der Haken? Ah genau, der Preis liegt natürlich einiges höher als bei der konventionellen LED-Lampe oder einer Halogen-Lampe. Aber das konnten Sie sich wahrscheinlich schon denken, oder?

Wetterschutz: Die meisten modernen Lampen sind sehr wetterresistent, jedoch sollte man sich für den Gebrauch in schwierigen Wetterverhältnissen unbedingt eine Version kaufen, die bis zu einer bestimmten Tiefe wasserfest und mit versiegeltem Batteriekasten und Objektiv versehen ist.

In sehr kaltem Wetter wird sich die Lebenszeit einer konventionellen Stirnbandbatterie grundsätzlich verringern. Deshalb ist die beste Lösung eine Kombination aus einer Lithium-Batterie, welche weniger anfällig auf das kalte Wetter ist, und einem externen Batteriefach, damit Sie Batterien in ihren Kleidern verstauen können, wo die Körperwärme sie warm hält. Ideal für Touren in grossen Höhen oder in Polarregionen.

Weitere Faktoren
: Die meisten Stirnlampen benützen AA oder AAA Batterien. Beide sind fast überall verfügbar, obwohl die AA üblicher und wahrscheinlich einfacher erhältlich ist, wenn Sie auf Reisen gehen. Sie eignet sich auch eher zum wiederaufladen.

Das Stirnband sollte elastisch und angenehm zu tragen sein, und wenn Sie einen Helm tragen, sollte genug Band vorhanden sein, um die Lampe angenehm und bequem an den Einspannstellen zu befestigen. Leichtgewichtige Lampen kommen grundsätzlich mit einem einfachen Band aus, alle anderen sollten zur Sicherheit durch ein weiteres Band verstärkt werden.

Überprüfen Sie die Benutzerfreundlichkeit - wie einfach lässt sich beispielsweise das Batteriefach öffnen, um die Batterien zu wechseln? Wie einfach lässt sich die Glühbirne austauschen? Hat es Platz für eine Extrabirne? Besteht die Gefahr, dass sich die Lampe im Gepäck von alleine anmacht?

NAVIGATIONSKIT

Sie können von Kopf bis Fuss mit der neuesten und teuersten Ausrüstung ausgestattet sein, die bequemsten Schuhe tragen und fit wie ein olympischer Marathonläufer sein, doch wenn sie den richtigen Weg über den Berg nicht finden, wären Sie vielleicht besser zu Hause vor dem Fernseher geblieben…

Die gute Neuigkeit ist, dass Navigationssysteme immer effektiver werden. Die schlechte Nachricht ist, dass Sie trotz dem ganzen High-Tech-Equipment in der Lage sein sollten, eine Karte zu lesen und einen Kompass zu benützen. Sie sollten diese auch immer bei sich tragen.

Karten: Es gibt heutzutage eine unglaubliche Vielzahl an verschiedenen Karten, jedoch begrenzt sich die Wahl für Bergsteiger grundsätzlich auf diejenigen mit einem Massstab zwischen 1:50’000 und 1:25’000.

Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Beim Massstab von 1:50’000 hat man einen besseren Überblick. Es ist sicherlich die bessere Lösung bei schwierigen Winterverhältnissen, da die Details auf der 1:25’000-Karte schnell einmal von Schnee bedeckt werden. Grundsätzlich ist sowieso ein grober Überblick das Wichtigste.

Die detaillierte Karte mit dem Massstab 1:25'000 ist ideal für die Navigation in Stadt- und Landwirtschaftsgebieten und um kleine Details erkennen zu können. Jedoch bewegt man sich schnell einmal aus dem abgebildeten Gebiet und wenn Sie eine Kartentasche verwenden, müssen Sie die Karte öfters ein und wieder auspacken. In einigen Situationen können die vielen Details verwirrend sein und es schwieriger machen, einen Überblick über das gewünschte Gebiet zu erhalten.

Wetterschutz: Sollte es draussen feucht und regnerisch werden, oder sollten Sie gar in eine Sintflut geraten, verwenden Sie zum Verstauen der Karte am besten eine wasserdichte Box, welche schön griffig und praktisch unzerstörbar ist. Bei einem monsunartigen Sturm wird es jedoch zu einer fast unüberwindbaren Aufgabe, die Karte wieder zusammenzufalten. Verstauen Sie sie in einer Tasche und nicht um Ihren Hals, wo sie der Wind erwischen und Knöpfe in der Schnur um Ihren Hals machen kann.

Laminierte Karten sind eine effektive Lösung, sind jedoch ein wenig schwerer und benötigen mehr Platz. Wenn es feucht wird, können sie zudem sehr rutschig werden, womit sie schwierig zu halten sind. Zudem wird das Falten und Verstauen noch ein wenig komplizierter. Auch wasserdichtes Papier ist in sehr feuchten Verhältnissen eher wasserabweisend als tatsächlich wasserdicht, weshalb auch hier eine Box zu empfehlen ist.

Kompass: Um in klassischer Weise mit Karte und Kompass den Weg zu finden, ist der Linealkompass unersetzlich. Kompasse ohne Grundplatte sind grundsätzlich weniger genau. Sollten Sie sich auf die andere Hemisphäre begeben, können Sie Kompasse mit unterschiedlichem Gewicht kaufen, um dies zu kompensieren, jedoch sollte Ihr eigener Kompass auch hier funktionieren, solange sie ihn leicht angewinkelt halten, um eine saubere Rotation der Nadel zu ermöglichen.

Simpel oder? Elektronische Kompasse sind in Ordnung, um jedoch einer Karte zu folgen, ist ein klassischer Silva unersetzlich.

GPS: Global Positioning System - diese Geräte werden immer kleiner und auch immer günstiger. Mit Hilfe von Satelliten kann Ihre genaue Position und Höhenlage bestimmt werden. Für welches Gerät Sie sich entscheiden sollten, hängt auch hier wieder stark von der gewünschten Anwendung ab.

Ein simples Modell, welches sich am Arm befestigen lässt, ist sehr hilfreich um herauszufinden, wo Sie gerade sind. Als alleinstehendes Gerät hat das GPS jedoch auch seine Grenzen. Man könnte es als benutzerfeindlich beschreiben, da es Jahre dauern kann, bis man eine simple Route manuell in das Gerät getippt hat.

Eine mögliche Lösung ist es, mittels eines Computers und einer kartografischen Software die geplante Route bereits vorher in das Gerät einzugeben oder sie im Nachhinein herunterzuladen. Diese Idee werden Sie entweder lieben oder hassen. Wenn Sie sie mögen, schön! Sollten Sie jedoch an Technophobie leiden, bleibt Ihnen wohl nichts anderes übrig, als sich wieder der Karte und dem Kompass zu widmen.

Höhenmesser: Es gibt bereits einige gute Armbanduhren mit integriertem Höhenmesser inklusive Barometer, Chronometer, Thermometer usw. Sehr praktisch auf einer Bergspitze im Himalaya, jedoch eher ein nettes, technisches Spielzeug als eine Navigationshilfe in tieferen Gebieten. Sie dürfen auch nicht vergessen, dass ein Höhenmesser Luftdruck benötigt, um die Höhe zu ermitteln und somit ab und zu ein Re-set notwendig ist.

Fähigkeiten: Schliesslich müssen Navigations-Skills erlernt werden. Auch wenn oft von einem natürlichen Orientierungssinn gesprochen wird und es Leute geben soll, die den Wind riechen können, ist es doch eine Reihe von logischen Abläufen und schlauen Tricks, welche dazu führt, dass man den Weg von A nach B findet, ohne sich fürchterlich zu verlaufen.

Es gibt dazu eine Vielzahl guter Bücher. Doch auch hier ist es wohl am besten, professionelle Unterstützung anzufordern, entweder in Form eines allgemeinen Bergsteigerkurses oder einem speziellen Navigationsweekend in den Bergen. Was nützt das ganze professionelle Equipment, wenn man nichts davon versteht...

 
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Ich bin hocherfreut darüber, dass unser Projekt gewählt wurde. Ich bedanke mich herzlich dafür und setze mich für das Vorangehen des Projektes ein. Auch wenn es in Madagaskar während den letzten Wochen zu politische Unruhen kam, möchte ich die Expedition diesen Herbst stattfinden sehen.
Evrard Wendenbaum, Naturevolution