Zelte, Schlafmatten und Kochherde

Ihr Zelt ist Ihr Freund, Ihr tragbares Zuhause. Es ist der Teil der Ausrüstung, welcher Ihnen die Freiheit verleiht, an einem entlegenen Ort über Nacht zu bleiben. Zudem gibt ein Zelt Ihnen die Möglichkeit, günstig und praktisch überall zu übernachten und auch die Art von Wetter zu überstehen, welche sonst ein Express-Ticket in die Hypothermie bedeuten würde.

Gut, aber welches sollten Sie kaufen? Einfache oder doppelte Hülle? Tunnel oder Geodät? Was ist mit saisonalen Bewertungen? Ein oder zwei Eingänge? In einem guten Geschäft werden Sie bestimmt die nötige Beratung erhalten. Trotzdem möchten wir Ihnen einige Basics, welche beim Kauf eines neuen Zelts, einer bequemen Schlafmatte und eines passenden Kochers zu beachten sind, mit auf den Weg geben, damit Sie die überaus wichtige Tasse Tee am Ende eines harten Tages auch wirklich geniessen können...
 
A bed for the night
A bed for the night

ZELTE

Bewertung der Jahreszeiten: Einige Hersteller bewerten ihre Zelte nach den Jahreszeiten, was auch in Ordnung wäre, wenn das Wetter dieselben Bewertungen lesen würde und dies zur Kenntnis nehmen würde. In Wirklichkeit können im Sommer einige Plätze in den Bergen ebenso garstige Wetterverhältnisse aufweisen wie tiefer liegende Gebiete während der Wintersaison. Deshalb ist es hilfreicher, das Zelt in Hinblick auf die beabsichtigte Verwendung zu bewerten. Es existieren zwar keine weltweit geltenden Massstäbe, aber folgende Punkte sollten je nach Kategorie beachtet werden:

  • Expeditionszelte sind für extreme Bedingungen in den Bergen sowie für Campen im Schnee oder auf Gletschern gemacht. Sie sind oft schwer, weil Gewicht in direktem Zusammenhang zur Belastbarkeit steht.
  • Berg/Alpinzelte Ein Rang tiefer als die Expeditionszelte, aber trotzdem geeignet für starke Belastungen auf schwierigem Gelände.
  • Trekking/Talzelte sind eher geeignet für Campingplätze in den Bergen. Sie können ebenfalls in der Höhe verwendet werden, sind jedoch nicht ganz so resistent. Dafür sind sie etwas leichter.
  • Backpacking-Zelte sind für Rucksackträger konzipiert, die grundsätzlich leichtes Gewicht gegenüber Robustheit und Stabilität bevorzugen, womit sie sich am besten für geschützte Campingplätze eignen. Einige sind jedoch trotzdem ziemlich strapazierfähig.
  • Touring-Zelte Es gibt eine ganze Reihe von Zelten, welche für Aktivitäten wie Camping mit dem Auto oder für Familienausflüge gemacht sind. Sie sind normalerweise ausschliesslich für die Benützung auf Campingplätzen gedacht und sind daher nicht besonders robust oder leicht. Ideal jedoch für das Camping mit dem Auto.
Überlegen Sie sich, wozu Ihr Zelt imstande sein muss, bevor Sie es kaufen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass ein leichtgewichtiges Bergzelt auch für das Wandern mit dem Rucksack gebraucht werden kann, ein leichtes Trekking-Zelt in hohem Gebirge seinen Zweck jedoch nicht erfüllen wird.

Einfache oder doppelte Wand? Das klassische doppelwandige Zelt hat ein Innenzelt aus wasserabweisendem, aber höchst atmungsaktiven Stoff, verbunden mit einer äusseren, wasserdichten Schutzplane, welche Wind und Wasser draussen hält. Dies ist eine gute Kombination für Schutz und Luftdurchlässigkeit.

Das klassische Zelt ist nicht unbedingt leicht, weshalb es auch leichtgewichtige, einwandige Zelte und Biwaks gibt. Diese sind wunderbar, um Gewicht und Masse des Gepäcks zu reduzieren, jedoch muss mit einem erhöhten Kondensationsrisiko gerechnet werden. Vor allem in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit kann es sich lohnen, die zusätzlichen paar hundert Gramm auf sich zu nehmen und das doppelwandige Zelt zu wählen - wenn Sie kein völliger Gewichtsfreak sind.

Nebenbei bemerkt sind Biwaks sehr praktisch. Während sie jedoch in kalten und trockenen Berggebieten anständig funktionieren, sind sie bei feuchteren Wetterverhältnissen aufgrund des hohen Kondensationsrisikos eher problematisch. Es gibt wohl nichts Unangenehmeres, als in strömendem Regen in einem Biwak zu schlafen. In Kombination mit einer Abdeckplane wäre es jedoch eine taugliche Lösung.

Tunnel oder Geodät (oder etwas dazwischen): Tunnelzelte und geodätische Zelte haben beide ihre Vor- und Nachteile. Das klassische Tunnelzelt ist die logische Erweiterung des einfachen Hauszeltes. Deren A-Stangen werden durch zwei bis drei gebogene Stangen ersetzt, die durch Stoffschlaufen gezogen werden.

Tunnelzelte sind aufgrund der geringeren Anzahl an Stangen und Taschen normalerweise leichter als geodätische Zelte. Sie sind zudem sehr robust und stabil. Im Gegensatz zu den geodätischen Zelten verfügen sie dank der hohen Spannung über eine grosse Stabilität und sind zudem auch in verschneiten Gebieten oder auf Gletschern einfach aufzubauen.

Tunnelzelte muss man bei starkem Wind besser aufschlagen und verbiegen sich vielleicht, aber brechen nicht so schnell wie die theoretisch widerstandsfähigeren geodätischen Zelte.

Die geodätische Konstruktion, bei der mehrere Stangen eine ineinandergreifende, kuppelartige Struktur bilden, macht zwar sehr widerstandsfähige Zelte, die aber auch schwer sind und sich vor allem für die Anwendung in den Bergen eignen. Die Struktur ist grundsätzlich starr und das Zelt kann wenn nötig aufgehoben und getragen werden.

Auf der anderen Seite beteuern einige Experten, dass geodätische Zelte zwar stark sind, ihre Standfestigkeit jedoch auch dazu führt, dass, wenn sie einmal versagen, dies eine Katastrophe zur Folge hat. Die Tunnelzelte verbiegen sich eher, anstatt total zu versagen. Schlussendlich muss jeder die Wahl selbst treffen, es sei allerdings zu bemerken, dass die meisten bombensicheren Bergzelte über eine geodätische Konstruktion verfügen.

Wofür Sie sich auch entscheiden - es muss bei Verwendung im Winter immer darauf geachtet werden, dass die Aussenplane bis zum Boden reicht, damit das Zelt umfassend geschützt ist. Soll es für die Verwendung im Schnee taugen, ist eine zusätzliche Schutzhülle sogar noch effektiver.

Materialien: Obwohl früher ausschliesslich Planen zur Herstellung von Zelten verwendet wurden, sind die modernen Zelte meistens aus synthetischen Stoffen, normalerweise entweder Nylon oder Polyester, gemach. Geschützt werden sie durch Silikon oder PU. Beide Stoffe haben ihre Fans mit Argumenten, die von Rissfestigkeit über UV- Schutz bis hin zur Dehnbarkeit reichen. Sie sollten auch darauf achten, dass der Stoff mit UV-Inhibitoren behandelt wurde.

Polyester zum Beispiel gilt als weniger dehnbar als Nylon wenn es feucht ist und hat eine höhere natürliche UV-Beständigkeit - dies ist in grossen Höhen und bei starker Sonneneinstrahlung wichtig. Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass jede Beschichtung den Schutz erhöhen würde.

Die gute Nachricht ist, dass dank dem technologischen Fortschritt auch leichte Materialien sehr widerstands- und strapazierfähig sein können. Bei leichten Materialien muss jedoch grundsätzlich mit einem relativ hohen Preis gerechnet werden.

Heutzutage bestehen die Stangen grundsätzlich aus einer ineinandergreifenden Legierung mit einem internen Mast, welcher sie zusammenhält. Diese Stangen bieten eine grossartige Kombination aus Leichtigkeit und Stärke und können je nach Form des Zeltes gebogen werden.

Schliesslich sollten Sie auch auf eine beständige, dicke Unterlegplane achten, um die Gefahr vor undichten Stellen zu reduzieren. Ein bereits eingebauter Boden kann auch durch einen zusätzlichen Schutz ergänzt werden, was jedoch nicht unbedingt nötig sein sollte. Der oft verwendete Begriff „Badewanne“ im Zusammenhang mit der Bodenplane meint, dass das schützende Material die Form einer Wanne hat und ca. 10-15cm hoch ist, was dazu führt, dass das Zelt kleinere Überschwemmungen verkraften kann, ohne undicht zu werden. Eine gute Sache!

Öffnungen und Klappen: Sie brauchen mindestens einen Eingang, auch wenn einige Zelte über zwei Eingänge verfügen. Dies erlaubt Ihnen, sich besser vor Wind zu schützen, wenn die Wetterverhältnisse sich ändern. Achten Sie darauf, dass die Möglichkeit besteht, die Klappe festzubinden, falls das Hinein- und Hinausgehen Schwierigkeiten bereiten sollte. Denken Sie auch an Ihr Gepäck: Hat es genügend Platz, um ein grösseres Gepäckstück oder sogar ein Fahrrad zu verstauen, allenfalls im Vorbau?

Lüftungsschlitze sind ebenfalls entscheidend. Vor allem im Winter bewahrt ein Luftzug das Zelt vor der Kondensation an den Zeltwänden. Am besten ist eine Lösung, welche Ihnen erlaubt, das Zelt komfortabel zu behalten und sich je nach Wetterverhältnissen schnell öffnen und schliessen lässt.

Insektenschutz: Moskitonetze scheinen oftmals eine Nebensache zu sein, bis Sie zum ersten Mal von einem Schwarm hungriger Moskitos heimgesucht werden - dann werden sie zur wichtigsten Sache im Universum. Die meisten anständigen Zelte verfügen bereits über ein Moskitonetz in der Standardausstattung.

Es ist wahrscheinlich besser, das Netz an der Aussenseite des Zeltes zu befestigen. So können Sie es von innen her schliessen. Der einzige Nachteil ist dann, dass die Gefahr besteht, dass sich Schnee im Netz verfängt. Dies sollte jedoch keine allzu grossen Probleme bereiten.

Aufstellen: Dass sich Ihr Zelt schnell aufstellen lässt, werden Sie spätestens dann schätzen, wenn Sie es im Dunkeln und bei strömendem Regen zum ersten Mal versuchen müssen. Das Aufstellen sollte nicht allzu schwierig sein, und je schneller und einfacher sich ihr Zelt aufschlagen lässt, desto sicherer ist es. Einige Zelte verfügen über ein System, mit welchem sich das innere und das äussere Zelt zusammen aufstellen lassen, was sehr schnell und praktisch ist.

Auf jeden Fall ist es am besten, das Aussenzelt als Erstes aufzuschlagen, was bei den geodätischen Zelten jedoch nicht immer möglich ist. Auf diese Weise bleiben sowohl das Innenzelt als auch Sie geschützt, während der Rest des Zeltes aufgestellt wird... Grundsätzlich gilt: je simpler das Zelt, desto einfacher lässt es sich aufstellen. Zusätzliche Spannsysteme und raffinierte Verstärkungen kosten beim Aufstellen Zeit.

Netz oder Stoff? Fortlaufende Stoffe sind am besten und machen das Einfädeln der Stangen einfacher. Suchen Sie auch nach farblich unterschiedlich markierten Stangen, falls aus verschiedenen Längen ausgewählt werden muss.

Wohnfläche: Es klingt vielleicht selbstverständlich, ist aber sehr wichtig, dass es im Zelt und im Vorraum genug Platz für Sie und Ihr Gepäck hat. Haben Sie genügend Platz, um sich hinzulegen, ohne an die Aussenwände des Zeltes gedrückt zu werden? Ist der Eingangsbereich gross genug, um den Teil der Ausrüstung zu verstauen, den Sie nicht im Innenzelt haben möchten?

Lagermöglichkeiten: Netztaschen an der Innenseite des Zeltes sind eine ideale Möglichkeit, Dinge aus dem Weg zu schaffen. Einige Zelte verfügen sogar über sogenannte “Gearlofts”, die von der Decke hängen, um noch mehr Sachen verstauen zu können.

Sitzhöhe: Auch dies klingt vielleicht nicht so relevant, doch wenn Sie bei schlechtem Wetter einige Stunden oder sogar Tage in Ihrem Zelt verbringen müssen, werden Sie sich über ein wenig Bewegungsfreiheit freuen. Schliesslich empfiehlt es sich, ein Zelt in hellen Farben zu kaufen. Nicht, weil es besser sichtbar ist, sondern weil es bei schlechtem Wetter ganz einfach angenehmer ist, sich in einem hellen Raum aufzuhalten als in einem dunkeln.

Zum Schluss: Gute Zelte sind nicht günstig; Man bezahlt vor allem für Leichtigkeit kombiniert mit Stabilität, weil ein geringes Gewicht auf eine Kombination aus High-Tech, teuren Materialien, ausgeklügeltem Design und raffinierter Konstruktion zurückzuführen ist. Aber bevor Sie sich für ein erstklassiges Zelt entscheiden, sollten Sie sich fragen, ob es wirklich für extreme Situationen ausgestattet sein muss. Wenn Sie sich hauptsächlich auf Campingplätzen aufhalten, gibt es eine Vielzahl von günstigeren, etwas schwereren aber trotzdem guten Zelten.

 
Cool camping
Cool camping

SCHLAFMATTEN

Schlafmatten schützen vor der Kälte des Bodens und bieten eine angenehme Schlafunterlage. Hier finden Sie eine Übersicht über die verfügbaren Typen:

Klassische Matten: Diese werden aus geschlossenporigem Schaum hergestellt. Die Porenstruktur ist wichtig, da sie den Schaum davor bewahrt, Wasser aufzusaugen wie eine offenporige Version – auch bekannt als Schwamm! Die Vorteile sind, dass sie relativ günstig und stabil sind, kein grosses Gewicht haben und sich leicht ausrollen lassen. Grundsätzlich gilt: je mehr Isolation sie möchten, desto dicker muss der Schaumstoff sein. Campen Sie auf einem Gletscher, sind wahrscheinlich zwei Matten notwendig, um Sie vor der Kälte zu schützen.

Selbstaufblasende Matten: Sie bestehen aus einem Schaumstoffkern sowie zusammengepresster Luft in einem stabilen, wasserdichten Stoff. Diese Matten lassen sich fest zusammenrollen. Wird das Ventil geöffnet, kann Luft in die Matte strömen und sie bläst sich auf. 'Selbstaufblasend' ist aber sehr optimistisch ausgedrückt... Sie werden wohl nicht darum herum kommen, selbst ein wenig rein zu blasen. So können Sie sicherstellen, dass die Matte genügend Luft enthält. Die Wärme hängt grundsätzlich davon ab, wie dick die Matte ist. Je dicker die Matte, desto mehr Luft kann darin gespeichert werden und desto so effektiver ist auch die Isolation.

Die Top-Marken verwenden hochwertigere Schaumstoffe mit Luftlöchern, um Gewicht und Masse zu sparen. Sie benützen normalerweise auch leichtere und dünnere Materialien. Dies ist jedoch ein zweischneidiges Schwert, da die leichteren, dünneren Materialien weniger stabil sind. Deshalb sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass ein Reparations-Set dabei ist. Eine “selbstabblasende” Matte macht nämlich keinen Spass.

Grundsätzlich sind selbstaufblasbare Matten angenehmer und auch ein wenig wärmer als die geschlossenporigen Matten, weil sie mehr Luft enthalten und sich der Druck regulieren lässt. Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, bietet eine richtig dicke selbstaufblasbare Matte sehr viel Komfort. Wegen des Gewichts eignet sie sich aber nicht für Rucksackausflüge. Schliesslich sollten Sie auch auf eine rutschfeste Oberfläche achten, da es keinen Spass macht, die ganze Nacht hin und her zu rutschen.

Mit Daunen gefüllte Matten: Diese sind ähnlich wie Luftmatratzen, enthalten aber Gänsedaunen, welche Luftströme daran hindern, die Wärme von Ihrem Körper weg zu tragen. Dies ist auch der Grund, weshalb konventionelle Luftmatratzen Sie nicht optimal warm halten können. Das Endergebnis ist eine Matte, welche viel wärmer ist als jede andere Matte - bei gleichem Gewicht.

Viele Leute schwören auf Daunenpolster, auch wenn sie nicht besonders leicht und günstig sind. Wenn Sie jedoch ein ambitionierter Gletscherwanderer sind, oder Ihnen ein warmer Schlaf sehr wichtig ist, dürfte sich die Investition auf jeden Fall lohnen.

KOCHHERDE

Beim Kauf eines Kochers gilt es, einige wichtige Grundlagen zu beachten und sich folgende Fragen zu stellen:

In welchen Verhältnissen wird der Kochherd verwendet werden?: Höhe und extreme Kälte bedingen andere Kocher-Eigenschaften als ein Campingausflug mit Rucksack im Sommer. Planen Sie eine anspruchsvolle Expedition in den Bergen oder ein gemütliches Camping mit der Familie und dem Auto? Diese Fragen bestimmen die Relevanz von Gewicht und Grösse. Die Anzahl Personen, für welche gekocht werden soll, spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle, da dies die Grösse der Pfannen bestimmt.

Welche Brennstoffe sind vor Ort verfügbar?: Wenn Sie in eine abgelegene Gegend wie Bolivien oder Kasachstan reisen, wird es vielleicht unmöglich sein, an Gasflaschen oder sauberes reines Benzin zu kommen. Also sollten Sie sich vielleicht für einen Mehrstoffkocher entscheiden.

Wenn man sich die grosse Auswahl an erhältlichen Formen und Grössen ansieht, muss auf folgende Punkte besonders Rücksicht genommen werden:

Schalenträger: Diese variieren zwischen 12-20cm. Auf unebener Unterlage (speziell beim Campen in der Wildnis), empfiehlt sich ein breiter Träger. Fragen Sie sich auch, für wie viele Personen Sie kochen werden - sind es zwei oder mehr Personen, benötigen Sie eine grössere Pfanne und somit auch einen grösseren Schalenträger.
Brennergrösse: Je grösser der Brenner, umso besser verteilt sich die Hitze und umso kürzer ist die Kochzeit. Wenn Sie alleine reisen, wird Ihnen ein kleiner Herd mit kleinem Brenner aber viel Gewicht einsparen.
Flammensteuerung: Sie wollen natürlich nicht, dass Ihr Essen innerhalb von Sekunden verbrennt - lässt sich die Flamme einfach regulieren? Wo befindet sich die Regulierung? Gleich neben dem Brenner (könnte sich leicht erhitzen) oder an der Gasflasche selbst (ist vielleicht auch nicht unbedingt ratsam)?

Zehn wichtige Punkte

  1. Brennstoffe: Gas ist sauber und einfach zu verwenden und Mischungen sind viel besser als frühere Bestrebungen in Bezug auf Verbrennungsrisiko. Jedoch erlauben Airlines das Mitführen von Gas nicht. Kerosin (paraffin) und Gasolin (petrol) sind jedoch fast überall zu kriegen.
  2. Pflege: Gasbrenner müssen nicht häufig gereinigt werden, dasselbe gilt für Reinbenzin. Dies ganz im Gegensatz zu schmutzigem Benzin, da solches Benzin den Brenner leicht verstopfen kann - achten Sie auf ein leicht zu pflegendes System.
  3. Brennkraft: Wie viel Zeit wird benötigt, um einen Liter Wasser auf niedriger Stufe zum Kochen zu bringen? In grossen Höhen ist Propangas am Besten. Unglücklicherweise benötigt man für Propangas grosse, schwere Kanister und es ist nicht überall erhältlich.
  4. Ersatzteile: Auf einer Expedition ist es wichtig, die nötige Ausrüstung sowie die richtigen Ersatzteile bei sich zu haben, falls etwas ausfallen sollte.
  5. Transport: Achten Sie darauf, dass Herd und Brennstoff nicht neben Kleidern oder einem Schlafsack aufbewahrt werden, ausser Sie möchten gerne nach Paraffin stinken. Verwenden Sie angemessene Brennstoffflaschen und transportieren Sie Brennspiritus in Plastikflaschen, nicht in Metallbehältern.
  6. Entzündung: Streichhölzer oder Feuerzeug? Bei feuchtem Wetter sind Feuerzeuge auf jeden Fall vorzuziehen... Einige Herde verfügen auch über eine eigene Zündvorrichtung.
  7. Küche: Kochen Sie niemals im Zelt!
  8. Wind: Benützen Sie einen Windschutz und legen Sie einen Deckel auf den Topf, dies hat einen grossen Einfluss auf die Kochzeit. Es gibt auch sehr gute aufrollbare Schutzfolien, welche mit fast allen Herden verwendet werden können.
  9. Festbrennstoff: Die absolut leichteste Kocher/Brennstoffkombination sind Festbrennstoffe und Mischformen, die von Abenteurern und Soldaten verwendet werden, für den Allgemeinbrauch aber doch etwas spartanisch sind.
  10. Schnee schmelzen: Wenn Sie auf einem Gletscher gezwungen sind, Schnee zu schmelzen, sollte sich immer ein wenig Wasser auf dem Boden der Pfanne befinden, so schmilzt frischer Schnee und Eis schneller. Wirklich!
Ein frohes Camping...

 
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Ich bin hocherfreut darüber, dass unser Projekt gewählt wurde. Ich bedanke mich herzlich dafür und setze mich für das Vorangehen des Projektes ein. Auch wenn es in Madagaskar während den letzten Wochen zu politische Unruhen kam, möchte ich die Expedition diesen Herbst stattfinden sehen.
Evrard Wendenbaum, Naturevolution