Schuhe

Wenn es eine Sache gibt, die einem den Tag verderben kann, dann ist es ein Paar schlecht sitzende Schuhe, oder einfach nur welche, die sich nicht für die Unternehmung eignen. Um dabei zu helfen die Misere von Blasen zu bekämpfen und leicht von einem Felsen auf den anderen zu springen, gibt es hier einen Ratgeber für Wanderschuhe, Approach Schuhe, Trail Schuhe und für die irrsinnige Auswahl an Schuharten, die man gegebenenfalls draußen benötigt.
 
These boots were made for walking ...
These boots were made for walking ...

STIEFEL
Saisonale Bewertungen: Hersteller mögen die saisonalen Bewertungen sehr. Für Bergwanderungen unterhalb der Schneegrenze, das ganze Jahr hindurch, sind die meisten Leute mit 3-Saison-Stiefeln glücklich. Wenn man gelegentlich Klettereisen benutzt, sind kompatible ¾-Saison Stiefel ein akzeptabler Kompromiss. Wenn man oft Klettereisen benutzt sollte man ein Budget für einen 4-Saison Stiefel für Benutzung im Winter und einen leichteren Stiefel für die übrige Zeit einplanen.

Wir empfehlen den leichtesten Stiefel zu wählen, mit dem man glücklich ist. Auf felsigem Untergrund oder mit schwerem Gepäck bevorzugen einige Leute jedoch einen Schuh mit steifer Sohle für zusätzlichen Halt. Völlig steife, 4-Saison Stiefel sind jedoch für gewöhnlich zu unflexibel, um zum Wandern bequem zu sein und sind der sichere Weg zur Blasenbildung...

Verschiedene Passformen: So etwas wie den ‘richtigen Schuh’ gibt es nicht, nur den richtigen Schuh für Ihren Fuß. Hersteller produzieren Schuhe in verschiedenen Formen und Volumen, je nach dem was ihrer Meinung nach der typische Käufer haben möchte. Dass bedeutet, dass italienische Schuhe gegebenenfalls schmaler sind als z. B. amerikanische Schuhe.

Die Form, die ein Hersteller benutzt nennt sich ‚Leiste‘ und ist ein künstlicher Fuß aus Holz oder Kunststoff, um den herum ein Schuh entwickelt wird. Man sollte verschiedene Marken ausprobieren und die Marke wählen, die dem eigenen Fuß in Form und Volumen an nächsten ist. Ein Schuh mit den besten Bewertungen der Welt ist unnütz, wenn er nicht passt.

Leder oder Stoff: Leder ist ein fantastisches Schuhmaterial. Moderne Leder unterlaufen speziellen Gerbeprozessen, für ein beständiges, hoch wasserabweisendes Ergebnis, unter Aufrechterhaltung der Widerstandsfähigkeit und Atmungsaktivität. Für Schuhe aus gemischten Materialien wird jedoch gewöhnlich eine Mischung aus Nylon oder Cordura und Wildleder mit einem wasserfesten Innenfutter für zusätzlichen Schutz benutzt. Diese Mischgewebe sind für gewöhnlich leichter und können zu Anfang bequemer sein, im wasserfesten Innenfutter kann man jedoch im Sommer heiße Füße bekommen.

Immer mehr Schuhe sind innen mit einer Kombination von feuchtigkeitstransportierendem Material und Schaumstoff gefüttert. Qualitativ hochwertiger Schaumstoff verleiht sofortigen Komfort und minimiert das Einlaufen – bei modernen Stiefeln generell kein Thema – aber die Passform ist immer noch sehr wichtig, man sollte daher auf Engstellen und Reibungszonen achten.

Wasserfeste atmungsaktive Futter: Viele Stiefel, Stoff und Leder, sind jetzt mit wasserfesten und atmungsaktiven Futter erhältlich. Unter einigen Wetterbedingungen funktionieren diese ziemlich gut aber bei warmem Wetter sind sie manchmal nicht atmungsaktiv genug, was zu sehr heißen, schwitzigen, dampfenden Füßen und letztendlich Blasen führen kann.

Gut gegerbtes Leder hat eine extrem gute Leistung und kombiniert mit einem feuchtigkeitstransportierendem Futter, ist es für die meisten Wanderer eine bessere Komplettlösung.

Konstruktion: Die meisten Stiefel werden im gleichen System hergestellt: ein Obermaterial, um den Fuß zu umschließen, zu schützen und zu stützen; eine Versteifung oder Schaft Element, was dem Stiefel laterale Stabilität und Torsionsfestigkeit verleiht, die man benötigt, wenn man sich über ein raues Gelände begibt, eine Mittelsohle zur Polsterung und eine stollenbesetzte Außensohle aus Gummi, die Griff und Schutz bietet. Einiges ist von außen zu sehen, vieles jedoch nicht. Oft sind es die Dinge, die nicht zu sehen sind, die besseren Marken einen Vorteil verleihen. Es gibt jedoch einen einfachen Drei-Punkte-Ratgeber für die Grundkenntnisse:

1. Drücken Sie die Ferse des Obermaterials zwischen Daumen und Zeigefinger. Achten Sie auf eine steife, stützende Ferse, die für die Stabilität erforderlich ist. Wenn dieser Bereich sich weich und biegsam anfühlt ist es wahrscheinlich, dass Ihre Ferse zuviel Spiel hat und dadurch allgemein zu Instabilität führt.

2. Greifen sie die Fußspitze und den hinteren Abschnitt der Sohle und versuchen Sie sie in gegenüberliegende Richtungen zu drehen. Es sollte nur minimale Dehnbarkeit geben. Wenn die Sohle sich einfach verdrehen lässt, wird sie nur wenig Stützung auf unebenen Gelände und beim Tragen von schwerem Gepäck geben.

3. Versuchen Sie die Fußspitze zu biegen. Achten Sie auf einen Biegepunkt, der dem Ihres Fußes entspricht. Der Schuh muss nicht außergewöhnlich steif sein, aber er sollte sich biegen, wo sich Ihr Fuß biegt.

Wenn man diese drei Punkte beachtet, ist man auf dem Weg zu einem guten Stiefel.

Andere Dinge auf die man achten sollte: Schnürsenkel hören sich nicht sehr interessant an aber ein gut entwickeltes Paar kann einen großen Unterschied machen. Leicht zu schnürende Ösen sind gut – man sollte auf runde Konturen achten – so dass man mit einem Zug die Schnüre gleichmäßig stramm ziehen kann. Noch besser sind Einrichtungen, die einem erlauben, den Fußbereich und das Fußgelenk mit unterschiedlicher Spannung zu schnüren, besonders bei richtigen Winterstiefeln.

Gummiränder und Zehenschutzkappen bieten dem Oberleder fantastischen Schutz, besonders in steinigen oder gerölligen Umgebungen, jedoch weniger nützlich für Wanderungen im Tiefland.

Stiefel kaufen: Als erstes sollte man genügend Zeit einplanen. Man sollte keine eilige Entscheidung treffen. Nachmittags einkaufen ist besser, da die Füße dann schon etwas angeschwollen sind. Nehmen Sie Ihre eigenen Wandersocken mit und suchen Sie ein Geschäft auf mit sachkundigem Personal und einer guten Auswahl an Marken.

Erklären Sie dem Personal wonach Sie suchen und probieren Sie eine Auswahl an Stiefel zum Testen der Passform. Im Großen und Ganzen suchen Sie nach einem komfortablen Sitz, ohne Druckstellen. Der Stiefel muss lang genug sein, sodass die Zehen beim Abwärtsgang nicht vorne anstoßen und die Ferse sich beim Klettern nicht abhebt.

Wenn man ein Paar gefunden hat, dass sich gut anfühlt sollte man sie ca. 10 Minuten im Geschäft tragen, um zu schauen, wie sie sich anfühlen – achten sie auf Reibungs- und Druckstellen, Anheben der Fersen und Biegung an der richtigen Stelle. Wenn Sie glücklich damit sind, kaufen Sie sie. Als nächstes sollte man sie im Haus eine Weile tragen. Gute Geschäfte tauschen Stiefel gerne um, wenn sie im Haus und nicht draußen getragen wurden.

 
Shuhe .....
Shuhe .....

ANDERE SCHUHE
Stiefel sind nicht die einzige Wahl für Unternehmungen im Freien. Wenn man die Aktivität und die Jahreszeit in Betracht zieht, gibt es jede Menge Optionen.

Über Jahre hinweg spazierten Wanderer in schweren, Vollleder Wanderstiefeln umher, ob Winter oder Sommer, Regen oder Sonnenschein. Das ist auch in Ordnung, wenn Schnee liegt, aber wie Bergläufer demonstrieren, kann anspruchsvolles Gelände auch mit ziemlich leichten, kaum gesteiften Schuhen bewältigt werden. Was gibt es also auf dem Markt und worauf sollte man achten wenn man ein paar Outdoor Schuhe benötigt?

Warum? Schuhe haben so einige Pluspunkte gegenüber vollen Wanderstiefeln – als erstes sind sie fast immer leichter und in den Bergen über den Tag verteilt ist man weniger erschöpft, da man weniger Gewicht gegen die Schwerkraft hebt.

Da Schuhe weniger vom Fuß abdecken hat es eine bessere Kühlung zu Folge, außerdem haben sie für gewöhnlich eine höhere Atmungsaktivität. Das Resultat ist höherer Komfort unter heißen Bedingungen. Einige Schuhe haben Abschnitte mit Netzgewebe für sehr heißes Wetter.

Schuhe mit hohen Fußgelenken können eine Illusion von Stabilität verleihen und der Schuh um das Fußgelenk scheint Stütze zu geben, aber Stiefel können die Bewegungsfreiheit auch einschränken, besonders auf unebenem Gelände. Schuhe erlauben den Fußgelenken mehr Bewegungsfreiheit und somit höhere Beweglichkeit und können Gleichgewicht und Haltung auf unebenem Gelände verbessern.

Je schneller man sich bewegt, oder bewegen möchte, desto mehr machen Schuhe Sinn. Im allgemeinen sind Stiefel wahrscheinlich stabiler und fester und halten länger, wenn man jedoch flinke Füße hat und eine gute Auswahl trifft, dann sind Schuhe eine fantastische Alternative.

Die Grundregeln: Ein Grund, weshalb Schuhe oft als weniger stabil angesehen werden, ist die Konstruktion. Viele Turnschuhe sind zu flexible. Die o. a. Grundregeln im Abschnitt über Stiefel (Ferse, Sohle und Biegungstest) helfen dabei einen Schuh zu wählen, der soviel Stützung und Stabilität wie ein Stiefel geben kann und es ist möglich dies bereits vor dem Kauf zu testen.

Darüber hinaus achtet man offensichtlich auf einen guten Sitz, ohne Druckstellen oder übermäßige Bewegung. Achten Sie bei Schuhen besonders auf das Anheben der Ferse. Das Anheben der Ferse ist hier einfacher.

Schuhe für den Geländelauf: Immer mehr Outdoor Marken stellen Geländelaufschuhe her. Einige sind sogar recht gut, vielen fehlt jedoch die Polsterung um mit den harten Geländebeschaffenheiten fertig zu werden. Es gibt jedoch eine neue Denkrichtung, in der eine mehr natürliche Bewegung ermöglicht wird, wenn man den Untergrund besser spürt. Diese Schuhtypen sind für gewöhnlich minimalistisch, eng anliegend und opfern Polsterung gegen eine dünne, stark greifende Sohleneinheit, die Stabilität verbessert, indem sie Ihren Fuß so dicht wie möglich am Boden hält. Man sollte nach einer Sohle suchen, die ein flaches Profil mit etwas mehr Polsterung und Stütze als ein Trailrunningschuh kombiniert. Außerdem sollte man auf ein Schnürsystem achten, dass einen festen, eng anliegenden Sitz erlaubt, um Bewegung des Fußes im Schuh zu vermeiden und auf eine griffige Sohle.

Viele sogenannte 'Cross Laufschuhe' sind absolut unnütz zum Geländelaufen. Sie sind einfach zu schwer, ihnen fehlen Polsterung und griffige Sohle und sie haben eine dicke Sohle die sie viel zu unstabil für anspruchsvolles Gelände macht. Einige sind absolut ausreichende Wanderschuhe, aber sind einfach nicht gut genug zum Laufen.

Trail Wanderschuhe: Polsterung ist hier nicht ganz so wichtig wie bei Läufern und die Sohle kann fast genauso sein wie die von leichten Wanderschuhen. Ein Schuh kann mit einer stabilen Sohle genau so effektiv wie ein Stiefel sein, aber mit besserer Beweglichkeit und weniger Gewicht.

Wie bei Stiefeln ist auch hier die Passform äußerst wichtig für die tägliche Nutzung. Probieren Sie daher verschiedene Marken bis sie ein Paar gefunden haben, dass Ihrem Fuß passt.

Approach und Scrambling Schuhe: Approach Schuhe wurden ursprünglich für Kletterer entwickelt. Es war die Idee einen Kletterturnschuh herzustellen, der über einigermaßen anspruchsvollem Gelände und zum Kraxeln für Wanderungen zu den Kletterrouten getragen werden kann und dann gegen Kletterschuhe ausgetauscht wird. Selbstverständlich wurde er zum allgemeinen Freizeitschuh für Kletterer.

Viele verwenden jetzt griffiges Kletter ‘rebound’ Gummi für universellen Griff und es gibt eine ganze Untergruppe an Schuhen entwickelt zum Kraxeln und einfachen Kletterungen mit entsprechenden Schnürsenkel-Systemen für sichere Passform für das Obermaterial zusammen mit Verfeinerungen wie Zeh- und Fersenverstärkung. Das Gummi an diesen Schuhen nützt sich bei allgemeinem Gebrauch schneller ab als an anderen Schuhen, aber es verleiht fantastischen Griff beim Kraxeln oder Felsen im allgemeinen.

Wenn Sie einen Schuh zum Kraxeln am Felsen mit schmalen edging hold oder an via ferrata kaufen wollen, schauen Sie nach einem Schuh mit einer guten, steifen Sohle, die edging an schmalen Felsvorsprüngen erlaubt. Wenn Sie mehr smearing erwarten, dann ist Flexibilität oder zumindest Flexibilität an den Seiten am Besten.

Achten Sie auf ein Schnürsystem, dass dicht an den Zehen beginnt, wie bei einem Kletterschuh, für einen engen, festen Sitz.

Wasserfeste Futter: Wie bei Stiefeln verleiht ein wasserfestes/atmungsaktives Futter größere Vielseitigkeit unter feuchten Bedingungen oder hält zumindest das Wasser fern. Der Nachteil bei warmen Wetter ist, das Füße die Angewohnheit haben heiß und schwitzig zu werden.

Sommer Wanderer: Wenn man Schuhe speziell für warmes Wetter kauft, gibt es mehrere Optionen. Die eine ist eine Schuh/Sandalen Mischung, basierend auf der Technologie von Rafting Sandalen, jedoch mit einer mehr ausgeklügelten Sohle. Die Besten funktionieren sehr gut und entblößen vom Fuß so viel wie möglich an die kühlende Luft. Eine andere Möglichkeit ist ein Schuh mit Mesch, ohne wasserfestem Futter.

 
Wenn Sie eine Person sind, die die freie Natur liebt und unsere Projekte unterstützen möchte klicken Sie bitte auf den nachstehenden Spenden Button.  Sämtliche Zuwendungen und Spenden,die wir dieses Jahr (2017) erhalten, fliessen im Rahmen unseres ‘2-Millionen-Bäume’ Projekts in  Wiederaufforstungsprojekte  in Nepal.
Ich bin hocherfreut darüber, dass unser Projekt gewählt wurde. Ich bedanke mich herzlich dafür und setze mich für das Vorangehen des Projektes ein. Auch wenn es in Madagaskar während den letzten Wochen zu politische Unruhen kam, möchte ich die Expedition diesen Herbst stattfinden sehen.
Evrard Wendenbaum, Naturevolution