Wasserfeste Jacken und Hosen

Was? Heute kann man sich besser als je zuvor wasserfest einkleiden und die meiste Bekleidung kommt mit einer umfangreichen Garantie. Wasserfeste und windschützende technische Shell Jacken und Hosen für das Gebirge zum Wandern und Klettern geben einen die Möglichkeit, in allen Wetterlagen komfortabel zu bleiben – aber sie müssen genügend Schutz vor extremen Bedingungen bieten und atmungsaktiv genug sein, damit man unter Anstrengung nicht völlig verschwitzt.

Warum? Nasse Bekleidung gibt eine schlechte Isolierung - die meisten Isolierungen funktionieren dadurch, dass sie eine warme Lage Luft am Körper halten. Wenn die thermalen Lagen nass werden verliert man Körperwärme mit potentiell gefährlichen Konsequenzen. Windkühlung ist ebenfalls ein großes Problem in den Bergen, da Wind die warme Lage an Luft um den Körper herum entzieht und wertvolle Körperwärme mit sich nimmt.
 
Welche Form von Kapuze eignet sich am Besten?
Welche Form von Kapuze eignet sich am Besten?

Material Wahl: Die Wahl ist hier groß, es gibt viele verschiedene Grade an Wasserfestigkeit und Atmungsaktivität. Man muss entscheiden, für welche Aktivität man die Regenbekleidung benötigt, was einen Einfluss auf die Art von Material hat, aus dem die Ausrüstung hergestellt ist. Regenbekleidung, die z. B. für sehr aktive Unternehmungen, wie Fahrradfahren, Laufen und Klettern ist, hat einen kurzen Schnitt und ist aus leichten und mehr atmungsaktiven Materialien hergestellt, anders als die für allgemeine Berg und Tal Wanderungen. Die leichten Materialien halten jedoch nicht so lange. Wenn man Scottish Mixed Climbing liebt oder sich auf einen Backpacking Trip für ein Jahr begibt, dann ist leicht nicht unbedingt das Richtige.

Den Unterschied zwischen dreilagigen und zweilagigen Materialien kann man am internen Netzfutter erkennen, da zweilagige Materialien ein Netzfutter haben, um die innere Beschichtung oder Membrane vor Abnutzung zu schützen. Ein feuchtigkeitstransportierendes Innenfutter vermeidet Kondensierungsprobleme, wozu andere Materialien manchmal anfällig sind, und die Atmungsaktivität ist gut. Wenn man jedoch schnell schwitzt, kann das Material eventuell zu warm sein.

JACKEN
Verstärkung: Viele Jacken, die für starken Gebrauch gedacht sind, haben Stellen mit verstärkten Materialien, um sie vor Abreibung und Abnutzung durch Felsen und Gepäck zu schützen. Gute moderne Materialien sollten eher strapazierfähig sein, wenn man jedoch Klettern oder intensives Backpacking liebt, sollte man nach verstärkten Schultern , oberer Rückenpartie und Seiten der Hüften achten, wo sich Gepäck und andere Gurte befinden. Verstärkte Unterarme sind gut für Kletterer. Schultern sollten außerdem für maximalen Komfort und Haltbarkeit keine Nähte haben.

Passform und Flexibilität: Es ist nicht nur Eitelkeit, der Schnitt hat einen wichtigen Einfluss auf die Leistung. Man sollte nach einem engen Sitz suchen, was kühlende interne Luftkammern ausschließt, jedoch die Bewegungsfreiheit nicht beeinträchtigt, besonders wenn man ein Kletterer ist.

Dieses kann man prüfen, indem man die Arme hoch streckt und sicherstellt, dass der Saum der Jacke nicht hochgezogen wird und die Ärmel nicht herunter gezogen werden. Man sollte die Arme auch nach vorne strecken, da das eine sehr häufige Kletterbewegung ist. Man sollte es auch mit Gurt und Pack versuchen, um sicher zu stellen, dass es keine losen aufgeblähten Stellen gibt.

Elastische Materialien: Diese sind ideal, um den Sitz zu verbessern und um der Jacke einen engen Sitz zu verleihen, ohne die Beweglichkeit einzuschränken. Man sollte auf elastische Abschnitte im Rücken und um die Schultern herum achten. Eine elastische Stelle im Nacken sorgt dafür, dass man die Kapuze auf- und absetzen kann, ohne dass man die Kordeln oder das Volumen verändern muss.

Eine vernünftige Kapuze ist wichtig, jedoch nicht immer einfach zu finden. Die besten Designs haben eine verstellbare Gummikordel, die den Oberkopf umgreift, was bedeutet, dass die Kapuze sich zusammen mit dem Kopf bewegt. Ein verstärkter Schirm verhindert in nassen und windigen Bedingungen, dass Tropfen ins Gesicht fallen und ein Schnorchel Design statt Ausschnitt Design schützt das Gesicht vor starkem Seitenwind. Wenn man klettern möchte, sollte die Kapuze groß genug sein, um über einen Helm zu passen aber trotzdem effektiv genug ohne Helm sein. Idealerweise sollten die Versteller mit einer Hand und mit Handschuhen bedienbar sein. Kordelgriffe sollten nicht schlüpfrig sein.

Wenn angepasst, sollte eine Kapuze dicht anliegen, um Zugluft und windige Konditionen zu minimieren. Zuletzt sollte man dann noch auf übergroße Kinnschützer, verstärkte Klappen und Reißverschlüsse achten, die einen unkomfortablen Sitz um das Kinn verursachen können.

Wenn man ein Mountainbiker oder Läufer ist, dann eignet sich eine Kapuze zum Aufrollen oder mit Reißverschlusstasche am besten, statt einem losen herumflatternden, ungesicherten Kopfschutz.

Hauptreißverschlüsse: Man sollte immer darauf achten, dass der vordere Reißverschluss mit einer schützenden Abdeckleiste versehen ist oder noch besser, zwei übereinander schlagende Leisten, oft auch aus verständlichen Gründen ‚Doppel-Sturm-Abdeckleiste‘ genannt. Einige Jacken benutzen der Ordentlichkeit halber eine Abdeckleiste hinter dem Reißverschluss. Wenn es jedoch keine Neoprene beschichtete, wasserdichte Abdeckleiste ist, dann ist eine äußere wahrscheinlich besser.

Als letztes möchte man dann auch noch einen Kinnschutz am Ende des Reißverschlusses, damit er sich nicht in das Kinn scheuert. Fleece fühlt sich warm und luxuriös an aber bei kalter Witterung kann es unangenehm einfrieren. Ein dünneres Microfleece ist wahrscheinlich besser.

Belüftungen und Taschen: Taschen sind eine sehr persönliche Wahl. Manche mögen so viele Taschen wie möglich, andere brauchen überhaupt keine. Wenn man eine Karte trägt, ist eine schützende Kartentasche unter der Abdeckleiste eine gute idee und eine geräumige Brusttasche erlaubt einem größere Teile, wie z. B. Snacks, leichte Handschuhe oder eventuell eine Mütze zu verstauen.

Wenn man Gurtzeug benutzt, sind niedrigere Handwärmertaschen nicht zu gebrauchen und können sogar unter dem Gurtzeug unbequem sein. Für extreme Wetterbedingungen hält eine innere Netztasche Getränke dicht am Körper und schützt sie vor dem Einfrieren.

Belüftungsschlitze sind wiederum etwas ganz persönliches. Achsel-Reißverschlüsse begannen als eine Option für Kletterer und sollten mit Gepäck und Gurtzeug zu benutzen sein. Während der Sicherung kann man sie schließen, und wenn man sich wieder in Bewegung befindet kann man sie zur Kühlung öffnen. Die anderen gewöhnlichen Optionen sind Körper-Belüftungsschlitze, oft auch verbunden mit Taschen. Keine von Beiden sind wichtig, besonders wenn einem nicht sehr warm wird und man kann auch immer noch den Frontreißverschluss öffnen. Bei windigem Wetter kann zuzügliche Belüftung vor Überhitzung schützen. Reißverschlüsse müssen einfachen Zugriff haben und leicht zu öffnen und schließen sein, dass sollte man prüfen. Wenige Taschen sind wirklich wasserfest, wenn sie direkt Zugang in eine Netztasche oder einen Belüftungsschlitz geben oder direkt in das Innenfutter gehen sollte man sicher stellen, dass sie eine Abdeckleiste haben.

Kordeln und Öffnungen: Kordeln und Bündchen sollten ebenfalls einfach zu bedienen sein (wie z. B. beschichtete Klettverschlüsse an Bündchen). Man sollte sicher stellen, dass Verschlüsse und Kordelenden gut verstaut sind, damit sie nicht in Klettersicherungen verklemmen, oder bei Kapuzen, dass sie bei starkem Wind nicht schmerzvoll in das Gesicht peitschen.

Eine geschickte Verfeinerung ist ein teilweises Tailenzugband, das die Vorderseite der Jacke dicht an den Körper zieht, damit man einen freien Blick auf seine Füße und sicheren Stand beim Klettern hat. Eine ordentliche und effektive Idee.

 
Ein Kampf gegen die Elemente
Ein Kampf gegen die Elemente

Ein Kampf gegen die Elemente

HOSEN
Latz-, Lifthosen, hohe Taillenhosen oder einfache wasserfeste Überzugshosen – welche ist die richtige?

Die erste Frage, die man sich stellen sollte ist, ob man wirklich wasserfeste Shell Hosen oder Latz-/Skihosen benötigt. Die Entwicklung von hoch wasserfesten Soft Shell Materialien bedeutet, dass in den meisten Fällen super technische Überhosen wahrscheinlich nicht von Nöten sind, eine sehr leichte Hose ist wahrscheinlich ausreichend.

Wenn man trotzdem mehr von der völlig wasserfesten Lösung überzeugt ist, dann hat man die Qual der Wahl.

Wie lang sollte sie sein? Die erste Wahl, die man treffen muss ist, ob man normale Hosen oder Latz-/Skihosen mit Trägern zur Sicherheit benötigt. Für die meisten Wanderungsaktivitäten sind normale Hosen mit hoher Taille ausreichend. Diese sind für gewöhnlich leichter und kleiner zu packen, um nicht zu sagen günstiger als die höher geschnittenen Alternativen.

Wenn man jedoch mit Gurtzeug klettert, haben wasserfeste Hosen den Drang nach unten zu rutschen, während die oberen Lagen in Position bleiben. Das Resultat ist ein Kältepunkt im Rücken. Hier sind Latzhosen oder auch Bibs, wie die Amerikaner sie nennen, eine bessere Lösung.

Elastische Träger halten die Taille hoch und sicher. Der Nachteil ist, dass sie schwerer und teurer sind, komplizierter zum an- und ausziehen, ohne die Shell Jacke ebenfalls ausziehen zu müssen und in einigen Abschnitten wird eine doppelte Materialschicht gebildet, was die Atmungsaktivität beeinträchtigt. Wenn in einem Cairngorm Schneesturm die Hölle los ist, dann hat man ein angenehmes, bombensicheres Gefühl.

Eine Hose mit hoher Taille und Trägern hat einige Pluspunkte von beiden Designs. In der Taille bietet sie mehr Schutz als einfache Hosen und hat nicht den Drang zu rutschen, sie ist jedoch leichter und einfacher als volle Latzhosen. Nachstehend einige Empfehlungen, wie man die ideale wasserfeste Hose wählt.

Material Wahl: Die gute Nachricht ist, dass Beine weniger sensible bezüglich Atmungsaktivität sind als der Oberkörper, daher braucht man sich über das Material nicht ganz soviel Gedanken zu machen. Atmungsaktive, wasserfeste Materialien erledigen hier beide eine gute Arbeit, sowie auch viele atmungsaktive Eigenmarken.

Generell, wie auch mit Jacken, sind die leichteren und dünneren Materialien weniger strapazierfähig. Wenn man daher die Gewohnheit hat am Felsen herumzuklettern, dann sollte man die wirklich leichte Ausrüstung vermeiden.

Raffinierter Schnitt: Zu enge oder schlecht geschnittene Überzugshosen beeinträchtigen die Bewegungsfreiheit der Beine, besonders für Kletterer ist das ein Alptraum und für andere ebenfalls nicht ideal. Glücklicherweise bieten immer mehr raffinierte Designvarianten einen guten Kompromiss zwischen gut anliegender Passform und Bewegungsfreiheit.

Man sollte auf einen artikulierten Schnitt um die Knie herum achten – die starkes Knicken der Knie für die hohen Step-ups erlauben – und Stretch-Abschnitte im Sitz und in den Knien, sorgen wiederum für freie Bewegungsmöglichkeit.

Vor dem Kauf sollte man große Schritte simulieren. Man sollte sicher stellen, das die Beine lang genug sind, damit das Material bei voller Streckung um das Knie nicht zu straff wird. Eine Überbrückung, wie beim Klettern sollte man ebenfalls testen. Wenn sie die Bewegungsfreiheit beeinträchtigen, sollte man sie nicht kaufen.

Reißverschlüsse: Unter idealen Umständen sollte es möglich sein Überzugshosen über Schuhe anzuziehen, dass ist sogar noch wichtiger, wenn man Klettereisen oder Skier benutzen muss. Das ist oft völlig unmöglich, es sei denn, man hat durchgehende, doppelseitige Seitenreißverschlüsse über die gesamte Beinlänge. Solche Hosen anzuziehen ist dennoch ein Palaver, aber sie auszuziehen ist einfach. Eine Hose mit sehr langen Seitenreißverschlüssen macht es möglich die Hose über Schuhe anzuziehen. Kürzere Reißverschlüsse können problematisch sein, es sei denn man ist bereit die Schuhe auszuziehen.

Wenn man Zweifel hat, sollte man wahrscheinlich einen durchgehenden Reißverschluß wählen. Man sollte jedoch nicht damit rechnen, dass es einfach ist die Hose z. B. über Klettereisen anzuziehen, aber es ist wenigstens möglich.

Ein zweiter Punkt, auf den man achten sollte sind sperrige Seiten-Reißverschluss Systeme mit doppel Klettverschluss Abdeckleisten, die das Volumen vergrößern und Komplexität erhöhen. Ein wasserfester Reißverschluss mit einer Sturmabdeckleiste sollte ausreichen. Seiten-Reißverschlüsse können in einigen Fällen auch als Lüftungsschlitze benutzt werden – fantastisch auf einem heißen Gletscher Marsch.

Verstärkungen: Für einen Winter Bergsteiger oder Ice Climber verringern innere Verstärkungen um die Fußgelenke – eine Art Cordura Nylon Einlage ist die häufigste Version – die Chance, dass man die Hose in einem unachtsamen Moment mit den Klettereisen beschädigt. Sie sind jedoch nicht unfehlbar und die beste Hoffnung, das Material zu schonen, liegt in einer vorsichtigen Klettereisen Technik.

Wenn man gewohnheitsmäßig Gamaschen über den Hosen trägt, dann braucht man sich darüber keine Gedanken zu machen. Wenn man keine Klettereisen benutzt, können die Verstärkungen ebenfalls Abnutzung durch Schuhe reduzieren. Andere verstärkte Abschnitte sind im Sitz – genial wenn man auf rauem Untergrund sitzt – und den Knien. Eine fabelhafte Idee, wenn man tollpatschig ist oder eine fürchterliche Klettertechnik hat....

Fußgelenke und Taillen: Um die Taille herum sollte man auf einen sicheren Verschluss achten, der jedoch nicht durch Harnes oder Packgurte unangenehm in den Körper gedrückt wird. Aus diesem Grund sind große Plastik Schnallen ungeeignet. Einige elastische Taillenbündchen unterstützen die Passform und verringern das ‚Fallende-Hosen-Syndrom‘, besonders bei Modellen ohne Hosenträger.

An den Fußgelenken sollte man auf verstellbare Bündchen achten, die man entweder innerhalb der Gamaschen tragen kann – unter verschneiten Bedingungen – oder außerhalb, bei starkem Regen. Das Problem ist, dass Bekleidung mit dieser Art von Vielseitigkeit zu dick werden kann. Daher sollte man auf beides, einer schlanken Linie und ein sicheres Verschlusssystem achten. Die meisten Hersteller benutzen Klettverschlüsse für schnelle und einfache Anpassung.

 
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Ich bin hocherfreut darüber, dass unser Projekt gewählt wurde. Ich bedanke mich herzlich dafür und setze mich für das Vorangehen des Projektes ein. Auch wenn es in Madagaskar während den letzten Wochen zu politische Unruhen kam, möchte ich die Expedition diesen Herbst stattfinden sehen.
Evrard Wendenbaum, Naturevolution