Spazieren und wandern in der Höhe

Wenn Sie in den Berglandschaften spazieren oder wandern ist besondere Vorsicht mit den fragilen Lebensräumen und Umgebungen geboten. Mit der Zeit können langsam wachsendes Gras oder andere Pflanzen zertrampelt und abgetragen werden. Durch Regenfall kann die blossgelegte Erde dann die steilen Hänge hinunter in die unten liegenden Täler gespült werden, wo sie dann in Bäche und weiter in Seen geschwemmt werden kann. Dies kann negative Folgen für die dort lebenden Fische und andere Tierarten haben.
 
In the mountains
In the mountains

Zusätzlich zu den beachtenden Punkte, die bei Spaziergängen überall in der Natur beachtet werden müssen (beachten Sie den Teil „Spazieren, wandern und picknicken - die Natur geniessen), müssen Sie Folgendes beachten, wenn Sie sich in der Höhe (Hügel-/Berggebiete) fortbewegen:

  • Steile Pfade verlaufen in Zickzackmustern, da es einfacher ist, quer einen Hang hochzugehen anstelle des direkten, steilen Aufstiegs. Nehmen Sie aber keine Abkürzung, denn dies führt zu Erosionen.
  • Überqueren Sie keine Geröllhänge, denn sie sind empfindliche Lebensräume.
  • Bleiben Sie auf dem Pfad. Langsam wachsende Bergpflanzen können leicht zertrampelt werden. Wenn Sie auf den Seiten von ausgetretenen Pfaden gehen, werden diese schneller breit.
  • Steinhügel aufzutürmen ist keine gute Idee. Sie werden schnell gross und blockieren Pfade. Steine sind wichtiger auf den Pfaden als auf Steinhügeln.
  • Nehmen Sie keine Abkürzungen. Das Wasser würde in den neu gebildeten Weg schnell nachfliessen und eine Anrisszone würde sich bilden.
  • Es sollten nur Wanderstöcke mit Gummienden benutzt werden, um steinige Oberflächen nicht zu beschädigen.
  • Torf und Hochlandpflanzen können austrocknen und leicht entzündbar werden. Unabsichtliche Feuer zerstören natürliche Lebensräume und töten Tiere und Vögel. Machen Sie keine Feuer in Moorlandschaften und löschen Sie ihre Zigaretten und Zündhölzer nicht auf den Pflanzen aus.
  • Benutzen Sie einen Campingkocher anstelle eines Lagerfeuers. Denken Sie daran, dass Holz, falls Sie es benötigen, um ein Lagerfeuer zu machen, in der Höhe nur langsam nachwachsen wird. Brauchen Sie nur so viel Holz, wie absolut notwendig ist.
  • Es ist sehr teuer, Zäune und Mauern in grossen Höhen zu reparieren. Benutzen Sie also wenn möglich Tore und Öffnungen in Feldbegrenzungen.
  • Wenn Sie im Winter wandern, tragen Sie Steigeisen auf den vereisten Pfaden, anstelle auf den oft matschigen Seiten des Pfades zu gehen. So reduzieren Sie die dadurch verursachte Erosion.

 
Heading on up
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Mehr Ratschläge finden Sie auf der Webseite von Fix the Fells (auf Englisch).

Das British Mountaineering Council (kurz: BMC, das Konzil für britische Bergsteiger) haben einen 'Grünen Führer für die Hochländer' herausgegeben. Dieser basiert offensichtlich auf den Gesetzen und Verhältnissen in Grossbritannien, sein Ethos ist jedoch überall anwendbar, wo Sie Freiluftaktivitäten in der Höhe nachgehen. Der Führer bietet verständliche Ratschläge, wie Sie ihre Einwirkung auf die Natur klein halten können, währenddem Sie in höheren Gefilden wandern, klettern, dem Klettersport im Winter nachgehen, zelten oder Ski fahren. HIER finden Sie den besagten Führer (auf Englisch).

Respect the Mountains (Respektier die Berge) zählt 7 Punkte auf, wie man sich respektvoll in den Bergen verhält. Für weitere Infos klicken Sie HIER.

  • Clever buchen: Reisen Sie ausserhalb der Saison, wann es möglich ist. Buchen Sie Ski-Ferien, Hotels und Ausflugsanbieter basierend auf ihrer Nachhaltigkeit.
  • Weise reisen: Reisen Sie mit dem Zug oder Bus, teilen Sie sich ein Auto mit Freunden. Wenn Sie an ihrem Ziel angelangt sind, bewegen Sie sich zu Fuss fort oder benutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Unterstützen Sie nachhaltige Unternehmen: Nehmen Sie die Dienstleistungen von Unternehmen in Anspruch, die sich ihrer Pflicht, Nachhaltigkeit zu fördern, bewusst sind und es auch tun. Kaufen Sie lokal produzierte Nahrung und Waren.
  • Respektvoller Umgang: Respektieren Sie die Berge, die lokale Bevölkerung, ihre Kultur und andere Menschen, die Sie in den Bergen antreffen. Seinen Sie ein verantwortungsvoller Besucher auf dem Berg.
  • Keine Spuren hinterlassen: Nehmen Sie ihren Abfall mit nach Hause. Bleiben Sie auf den Pfaden, insofern diese kreiert wurden, um ihnen das sichere Fortbewegen zu erleichtern und die lokale Flora und Fauna zu schützen.
  • RWR and U: Reduzieren, Wiederverwenden, Recyclen, Upcyclen (Erfinden Sie Abfall neu) - auch in den Ferien!
  • Sagen Sie es weiter: Gehen Sie als gutes Beispiel voran, inspirieren und ermutigen Sie andere.

 
Wenn Sie eine Person sind, die die freie Natur liebt und unsere Projekte unterstützen möchte klicken Sie bitte auf den nachstehenden Spenden Button.  Sämtliche Zuwendungen und Spenden,die wir dieses Jahr (2017) erhalten, fliessen im Rahmen unseres ‘2-Millionen-Bäume’ Projekts in  Wiederaufforstungsprojekte  in Nepal.
Ich freue mich sehr, dass die EOCA unser Projekt angenommen hat..... Als ich die gute Nachricht erhielt, war ich in einem Meeting um (unsere) Naturschutzstrategie für die nächsten vier Jahre zu planen. Der Rotfussfalke ist eine der Tierarten, für die dringende Schutzmassnahmen ergriffen werden müssen. Ihre finanzielle Unterstützung wird dabei eine grosse Hilfe sein.
Emil Todorov, Bulgarian Society for the Protection of Birds