Spazieren, wandern und picknicken - Die Natur geniessen

In England und Wales hat „Natural England“, ein Teil des Ministeriums für Umwelt und Wirtschaft, einen verständlichen Countryside Code (Verhaltensregeln in der Natur) publiziert. Grosse Teile dieser Publikation finden Sie unten aufgeführt. Diese Verhaltensregeln gelten für alle Naturgebiete und sollen uns beim Schutz und dem Erleben der Natur helfen. Auch wenn diese Regeln für England und Wales aufgestellt wurden, ist ihr Ethos doch auf alle Länder anwendbar. Falls Sie die gesamte Publikation lesen möchten (auf Englisch), klicken Sie HIER.
 
Picnic with a view
Picnic with a view

1. Ihre Sicherheit ist wichtig. Planen Sie voraus und beachten Sie die Schilder.
Beschaffen Sie sich immer die neusten Karten und Informationen zu ihrem Ausflugsziel. Beachten Sie die Schilder und Ratschläge, die Sie vorfinden. Bereiten Sie sich auf Wetterumschläge und eingeschränkte Zugangsmöglichkeiten vor. Zögern Sie nie umzukehren, falls die Möglichkeit besteht, dass Sie ihre Aktivität nicht beenden können.

2.  Hinterlassen Sie Tore und Fremdbesitz, wie Sie sie vorfinden.
Verhalten Sie sich respektvoll gegenüber den auf dem Land getätigten Arbeiten. Behindern Sie die Arbeiter nicht und respektieren Sie die Zugangslimitationen. Belassen Sie Tore, wie Sie sie vorfinden und halten Sie den Schaden an Nutzpflanzen möglichst klein, indem Sie sich auf den Pfaden fortbewegen. Benutzen Sie lieber Tore als über Mauern zu klettern. Berühren Sie weder Nutzpflanzen noch Arbeitsmaschinen.

3.  Schützen Sie Tiere und Pflanzen und nehmen Sie ihren Abfall mit nach Hause.
Es ist unsere Pflicht, unsere Umwelt jetzt und für zukünftige Generationen zu schützen. Beschädigen und verletzen Sie also keine Tiere, Vögel, Pflanzen oder Bäume.

Nehmen Sie ihren Abfall mit nach Hause. Idealerweise beseitigen Sie auch den Abfall von anderen, falls Sie welchen vorfinden und es ihnen nicht gefährlich erscheint; Abfall sieht nicht schön aus und kann Wildtiere gefährden.

Unterlassen Sie die Zerstörung oder Wegräumung von Naturelementen wie Steine, Pflanzen und Bäume, denn sie bieten Wildtieren Nahrung und Behausung. Um das Naturerlebnis aller nicht zu beeinträchtigen, belassen Sie die Landschaft, wie Sie sie vorfinden. Falls vorhanden folgen Sie immer den Wegen oder Pfaden.

Wildtiere und auch Nutztiere können unvorhersehbare Verhaltensweisen zeigen, falls Sie zu nahe an sie herantreten, speziell wenn Sie sie mit Jungtieren antreffen. Halten Sie also genügend Abstand.

Naturlandschaften können von Feuer bedroht werden, speziell bei heissem, trockenem Wetter. Feuer, die nicht absichtlich entstehen, stellen ein grosses Risiko für Wildtiere, Lebensräume, Besitztümer, Bauern, Förster und anderen Menschen dar. Löschen Sie alle Streichhölzer und Zigaretten aus und benutzen Sie lieber einen Campingkocher anstelle eines offenen Feuers. Werfen Sie nie Zigaretten aus dem Autofenster.

 
Enjoy walking in the scenery
Enjoy walking in the scenery

4.  Passen Sie gut auf Hunde auf
Es ist die Pflicht jedes Hundehalters sicherzugehen, dass ihr Hund kein Ärgernis und keine Gefahr für Nutz- und Wildtiere oder andere Menschen darstellt.

In England und Wales sieht das Gesetz vor, dass Hunde auf dem Land zwischen dem 1. März und 31. Juli an einer kurzen Leine geführt werden müssen. In der Nähe von Nutztieren müssen Hunde das ganze Jahr über an einer kurzen Leine geführt werden. Sie müssen überall gut auf ihren Hund aufpassen oder ihn an einer Leine führen, falls er nicht perfekt erzogen ist. Es darf auf keinen Fall vorkommen, dass er Wild- oder Nutztiere erschreckt oder verletzt. Sammeln Sie den Kot ihres Hundes immer auf und entwurmen Sie ihn regelmässig, um andere Tiere und Menschen zu schützen. Beachten Sie alle Schilder, die den Zugang mit Hunden regulieren.

5. Benehmen Sie sich anderen gegenüber rücksichtsvoll.
Wenn sich alle mit Rücksicht begegnen und entgegenkommend zeigen, wird die freie Natur ein schönes Umfeld für alle.

Fahren Sie auf engen Landstrassen langsamer oder, falls möglich, benutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel oder Gemeinschaftsautos. Verhalten Sie sich der lokalen Bevölkerung gegenüber rücksichtsvoll und blockieren Sie keine Tore oder Auffahrten. Verlangsamen Sie ihr Fahrttempo jeweils, wenn Sie an Pferden, Spaziergängern, Fahrradfahrern und Viehzuchten vorbeikommen, und lassen Sie ihnen genügend Raum. Das Gesetz in England und Wales sieht es vor, dass Fahrräder Spaziergängern und Reitern auf Reitwegen den Vortritt gewähren müssen. Fusspfade sind ausschliesslich für Spaziergänger vorgesehen. Falls Nutztiere von einem Ort an den anderen gebracht werden, gehen Sie ihnen aus dem Weg und folgen Sie den Anweisungen des Bauern. Unterstützen Sie die ländlichen Geschäfte, indem Sie bei ihnen einkaufen.

Benehmen Sie sich gegenüber anderen entgegenkommend, indem Sie ihre Privatsphäre respektieren. Seien Sie verantwortungsvoll und helfen Sie Gutsverwaltern und anderen, sicher und effizient zu arbeiten. Besondere Vorsicht ist bei der Organisation von Events oder der Führung von Geschäften geboten; fragen Sie Landbesitzer um Rat. Der Frieden und die Ruhe machen unter anderem die Schönheit der Natur aus. Vermeiden Sie Lärmverursachung oder störendes Verhalten, das Anwohner oder Besucher ärgern oder Nutz- und Wildtiere erschrecken könnte.

Mehr Informationen über Verhaltensregeln während Naturaufenthalten finden Sie hier (auf Englisch):
Natural England
Countryside Council for Wales
Scottish National Heritage
National Trust
The Northern Ireland Country Code

 
Wenn Sie eine Person sind, die die freie Natur liebt und unsere Projekte unterstützen möchte klicken Sie bitte auf den nachstehenden Spenden Button.  Sämtliche Zuwendungen und Spenden,die wir dieses Jahr (2017) erhalten, fliessen im Rahmen unseres ‘2-Millionen-Bäume’ Projekts in  Wiederaufforstungsprojekte  in Nepal.
Ich freue mich sehr, dass die EOCA unser Projekt angenommen hat..... Als ich die gute Nachricht erhielt, war ich in einem Meeting um (unsere) Naturschutzstrategie für die nächsten vier Jahre zu planen. Der Rotfussfalke ist eine der Tierarten, für die dringende Schutzmassnahmen ergriffen werden müssen. Ihre finanzielle Unterstützung wird dabei eine grosse Hilfe sein.
Emil Todorov, Bulgarian Society for the Protection of Birds